Über vernetzte Hochschulen zum Europäischen Hochschulraum

Die Wirtschaftskammer Österreich unterstreicht ihr Interesse an internationalen Kooperationen im Hochschulbereich

Wien (PWK295) -

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Die Entwicklung eines gemeinsamen europäischen
Hochschulraumes mit modular kombinierbaren Studien oder Studienteilen ist eine einzigartige Chance, die Universitäten Europas zu weltweit anerkannten Spitzenleistungen zu führen. Dies gilt nicht nur für die Lehrangebote, sondern auch in der Forschung, wenn es gelingt, die Ressourcen für die Erbringung hochschulischer Leistungen zukunftsweisend zu bündeln. Diese Auffassung wurde am 15. Mai auch von Michael P. Walter vom WIFI-Österreich, im Rahmen der Konferenz in Bratislava zum 10-jährigen Bestehen der Wissenschafts- und Bildungskooperation zwischen Österreich und der Slowakei vertreten.

"Längst schon stehen Forschung und Lehre in einem härter werdenden Wettbewerb, der in vielen Disziplinen bereits eine weltweite Dimension aufweist und ähnlich wie in der Wirtschaft muss es darauf ankommen, die Zukunft der Hochschulen in Europa dadurch abzusichern, dass über Kooperationsvereinbarungen international anerkannte Spitzenleistungen erbracht werden", sagt Walter und führt in diesem Zusammenhang weiter aus, dass die Europäischen Hochschulen ansonsten Gefahr liefen, hinter dem nordamerikanischen und dem ostasiatischen Raum zurückzufallen. Auch in der aktuellen Mitteilung der EU-Kommission über "die Rolle der Universitäten im Europa des Wissens" wird dieses Risiko dargestellt, "wobei die weitere Entwicklung insofern kritisch ist, denn sollten die europäischen Hochschulen den Anschluss verlieren, büßen sie auch ihre Attraktivität als Arbeitsort für Forscher und Hochschullehrer ein. Das Ergebnis wäre dann ein Brain-Drain von Europa in andere Hochschulräume, der unbedingt vermieden werden sollte" warnt Walter weil "den europäischen Hochschulen als Wegbereiter des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts in der Europäischen Union eine zentrale Funktion zukommen muss."

Die Vielzahl nationaler Besonderheiten innerhalb der europäischen Hochschulsysteme erschwert nach Walters Auffassung zwar einerseits internationale Hochschulkooperationen, eröffnet aber andererseits auch neue Potenziale, wie Walter am Beispiel der Lehre ausführt:
"Wenn es gelänge, die derzeitige Vielfalt an grundständigen und weiterführenden Studien mit der bestehenden Vielfalt an innovativen didaktischen Möglichkeiten wie Fernstudien, Studien im Praxisverbund, berufsintegrierenden Studien oder der Anerkennung informell erworbenen Wissens zu kombinieren und für jeden in der EU zugänglich zu machen, wäre der europäische Hochschulraum schon jetzt absolute Weltspitze."

Thema der Konferenz in Bratislava waren die Doppeldiplome, also Hochschulabschlüsse, die aufgrund eines Studiums an mindestens zwei Universitäten auch von beiden Hochschulen verliehen werden. "Sie sind ein wichtiger und richtungsweisender Baustein für die Entwicklung des gemeinsamen europäischen Hochschulraums, der auch für die Wirtschaft als Hauptabnehmer hochschulischer Leistungen in Forschung und Lehre von vitaler Bedeutung ist", stellte Walter abschließend fest. (BS)

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