Teilzeit kostet viel Pension: katastrophale Folgen von 40 Jahren Durchrechnungszeit

Linz (OTS) - Teilzeitbeschäftigte werden nach den Plänen der Regierung besonders drastische Pensionseinbußen hinnehmen müssen. Was Frauenministerin Rauch-Kallat mit einem Schulterzucken quittiert: Man muss Frauen klar machen, dass Teilzeit Pensionszeiten kostet. Mit Zynismus ist den betroffenen Frauen allerdings nicht geholfen.
Mehr als ein Drittel der österreichischen Frauen arbeitet Teilzeit. Am höchsten ist die Teilzeitquote mit 56,4 Prozent bei unselbstän-dig erwerbstätigen Frauen mit Kindern unter 14 Jahren. Und die Frauen-Teilzeitarbeit zeigt weiterhin steigende Tendenz. In Oberös-terreich beispielsweise hat sich die Zahl der Vollzeit erwerbstäti-gen Frauen von 1990 bis 2001 um 14.905 reduziert. Im gleichen Zeit-raum ist die Zahl der Teilzeitbeschäftigten (12 bis 35 Stunden) um 40.918 gestiegen.
Die Ausweitung der Durchrechnung auf 40 Jahre bis zum Jahr 2028 hat für diese Frauen katastrophale Folgen. Dass pro Kind drei Jahre aus der Durchrechnung herausgenommen werden sollen, ist keine Abfede-rung, sondern Augenauswischerei: Frauen, die bei der Pension nichts verlieren wollen, müssten nach drei Jahren sofort wieder Vollzeit arbeiten.
Das können aber viele Frauen nicht. Es fehlen sowohl die Jobs als auch die Kinderbetreuungseinrichtungen: So gibt es in 41,6 Prozent der oberösterreichischen Gemeinden keine Nachmittagsbetreuung für Volksschüler und keinen Kindergarten mit Mittagessen.

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