ARBÖ: Ferienreiseverordnung bringt keine Entlastung bei Gefahrengut

Auch gegen Flut von Kleinlastern wird keine Vorsorge getroffen

Wien (OTS) - Die von Infrastrukturminister Hubert Gorbach "Ferienreiseverordnung 2003" bringt leider wieder keine Entflechtung zwischen den Reiseverkehrsströmen und dem Transport gefährlicher Güter, kritisiert der ARBÖ im Zuge der Begutachtung. Statt den gesamten Gefahrenguttransport an den vier stärksten Reisewochenenden schon ab Samstag 0.00 Uhr zu verbieten und damit für die in der Nacht fahrenden Urlauber zusätzliche Gefahren zu vermeiden, wird das Fahrverbot für gefährliche Güter neuerlich erst ab Samstag 8.00 Uhr verhängt. Es wäre sehr wohl möglich, an diesen vier verkehrsintensivsten Sommerwochenenden den Transport gefährlicher Güter zeitlich zu verlagern, zumal es für unvermeidbare Belieferungen (etwa mit Treibstoffen) ohnehin Ausnahmeregelungen gibt.

Der ARBÖ bedauert, dass auch diesmal keine Vorsorge gegen den Transport von Gütern durch Konvois ausländischer Frächter getroffen wurde, mit denen die formellen Gewichtsgrenzen für das Wochenendfahrverbot gemäß § 42ABs. 2 StVO (über 7,5 Tonnen) häufig wird unterlaufen werden.

In allen anderen Punkten entspricht der Entwurf der Reiseverkehrsverordnung den Vorstellungen des ARBÖ: dazu zählt der gewählte Zeitraum von Samstag 28. Juni bis Samstag 6. September und die gewählten vier verkehrsintensiven Wochenende, an denen das LKW-Fahrverbot ausgedehnt wird.

Im Detail bemerkenswert findet der ARBÖ, dass der aus Vorarlberg stammende Infrastrukturminister Hubert Gorbach zwei Vorarlberger Straßen von der Ferienreiseverordnung 2003 ausgenommen hat.

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