ÖBIG-Studie: Distribution von Medikamenten in Skandinavien und Österreich

Wien (OTS) - In der kürzlich publizierten Studie "Arzneimittel. Distribution in Skandinavien" untersucht das ÖBIG (Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) den Arzneimittelvertrieb in Skandinavien im Vergleich zu Österreich und zeigt Besonderheiten auf, die als Erklärungsansätze für Unterschiede in den Arzneimittelpreisen dienen können.

Informative Länderportraits

In detaillierten Länderberichten liefern die Studienautorinnen Fakten und Daten zur pharmazeutischen Industrie, dem Großhandel, dem Apothekenwesen sowie zu neuen Vertriebsformen für Medikamente in den skandinavischen EU-Ländern Dänemark, Finnland und Schweden. Das in Finnland und Schweden übliche Einkanalsystem im Großhandel, bei dem Exklusivverträge zwischen Hersteller und Großhändler abgeschlossen werden und jedes Medikament ausschließlich über ein einziges Großhandelsunternehmen vertrieben wird, ist ein auffälliges, aber bei weitem nicht das einzige Beispiel für die Spezifika der skandinavischen Vertriebsstrukturen.

In einer Zusammenschau arbeitet das ÖBIG-Team die unterschiedliche Wettbewerbssituation heraus, vor der österreichische Vertriebsakteure verglichen mit skandinavischen Unternehmen stehen, und stellt die Performance des Großhandels sowie der Apotheken (Produktpalette, logistische Leistungen wie Lieferhäufigkeit, Beschäftigte und deren Qualifikation) in den nördlichen EU-Staaten jener in Österreich gegenüber.

Preisvergleich

Parallel zu den Differenzen im Leistungsspektrum bestehen auch Unterschiede bei den Arzneimittelpreisen. Wie ein in der ÖBIG-Untersuchung vorgenommener exemplarischer Preisvergleich für fünf umsatzstarke Produkte illustriert, sind in den skandinavischen Mitgliedstaaten die Medikamente auf Herstellerebene eher hochpreisig, während die auf den Vertrieb entfallenden Preisanteile (Großhandels-und Apothekenspannen) vergleichsweise niedrig sind. Die höheren Großhandels- und Apothekenverkaufspreise in Österreich sind, wie die Studie klar herausarbeitet, durch System- und Leistungsunterschiede in der Arzneimitteldistribution bedingt.

Die Studie "Arzneimittel. Distribution in Skandinavien" (132 Seiten, 34 Tabellen, 13 Abbildungen) ist ab sofort verfügbar und kann beim ÖBIG bezogen werden (Euro 45,- Kostenersatz).

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Fax: (01) 513 84 72
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