Wittmann und Schasching zu Sport-Budget: Schweitzer konnte sich nicht durchsetzen

Turnstunden-Kürzung und ausgebliebene Sportmilliarde "Signal in falsche Richtung"

Wien (SK) "So redlich sich Sportstaatssekretär Schweitzer bemüht haben mag: er konnte sich bei den Budgetverhandlungen für sein Ressort gegen den Koalitionspartner ganz offensichtlich nicht durchsetzen. Davon zeugen einerseits die bevorstehende Kürzung der Turnstunden und andererseits die nicht erfolgte Aufstockung der budgetären Mittel für den Sport", sagten SPÖ-Sportsprecher Peter Wittmann und die Vorsitzende des parlamentarischen Sport-Ausschusses, SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching, Mittwoch im Anschluss an die Debatte des Sport-Kapitels im Budget-Unterausschuss. "Es wurde das Gegenteil dessen erreicht, was sich die Sportgemeinschaft erwartet", unterstrich Wittmann, während Schasching gesondert darauf verwies, dass "Schweitzer im Wahlkampf sogar einer Angleichung des Sportbudgets an jenes für die Kulturagenden das Wort redete". Faktum sei, dass in den kommenden Jahren nicht einmal eine Valorisierung der Finanzmittel stattfinden werde. ****

Die vom Bildungsministerium in Auftrag gegebene Studie "Klug und Fit" der Universität Salzburg untermauere, dass es um den körperlichen Allgemeinzustand der österreichischen SchülerInnen schlecht bestellt, dieser sogar "beängstigend" schlecht sei. Für Wittmann und Schasching ist klar, dass eine Kürzung der Turnstunden nicht nur deshalb "in die völlig falsche Richtung" gehe, d.h. "man sehr wohl regelnd für den Sport eingreifen muss", wie Schasching bekräftigte.

Obwohl sie mehrmals zugesichert war und von allen Parteien im Wahlkampf gefordert wurde, "sind wir von der Sportmilliarde weiter entfernt denn je", so Wittmann. Die von Schweitzer im Wahlkampf erhobene Forderung war "unrealistisch", so Schasching, Realisten wie BSO-Präsident Löschnak seien von der von der SPÖ geforderten Sportmilliarde als erreichbares Ziel ausgegangen. Abschließend erklärten die SPÖ-Abgeordneten, dass die Verhandlungen zum Doppelbudget 2003/2004 "insgesamt als Rückschritt bewertet werden müssen". (Schluss) wf/mp/mm

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