Kukacka: CEATS-Abkommen macht Wien zur Drehscheibe der europäischen Luftverkehrsüberwachung

Luftfahrtabkommen CEATS passiert Verkehrsausschuss

Wien, 14. Mai 2003 (OTS) Als "wichtigen und positiven Impuls für Österreichs Luftfahrt und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich", bezeichnete Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka den Staatsvertrag für das weitreichende Luftfahrtabkommen CEATS zwischen Österreich, Bosnien, Italien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und die Tschechische Republik, dass heute vom Verkehrausschuss des österreichischen Parlamentes verabschiedet wurde. Als zentrales Projekt beinhalte dieses Abkommen auch die Errichtung der CEATS-Zentrale (Central European Air Traffic Services) für Mittel - und Osteuropa in Fischamend. "Neben den internationalen Organisationen wie UNO und OPEC wird der Standort Österreich um eine wichtige europäische Organisation weiter aufgewertet und Wien damit zu einer wichtigen Drehscheibe des internationalen Flugverkehrs. Die CEATS-Zentrale wird für acht Staaten den oberen Luftraum ab 9.000 Meter überwachen", so Kukacka. Sitz werde ein Areal am Flughafen Wien bei Fischamend sein. ****

"Die CEATS-Flugsicherungszentrale wird die erste größere Einheit einer europäischen Organisation in Österreich. Damit bildet Österreich den Kern für weitere Betriebsansiedlungen in diesem Hochtechnologiebereich. So wird es uns auch möglich sein, größere Einflussnahme in CEATS Entscheidungsprozesse zu nehmen", betonte Kukacka. Das geschätzte Investitionsvolumen von CEATS betrage 120 Millionen Euro, Aufträge an österreichische Unternehmer sowie weitere Ansiedlung von ausländischer Unternehmen seien zu erwarten.

Das CEATS-Abkommen sei ein eigener Staatsvertrag, der heute den Verkehrsausschuss passiert habe und Juni im Nationalrat ratifiziert werden wird. Der Errichter und Betreiber der CEATS Zentrale sei EUROCONTROL, die seit 35 Jahren für den Luftraum von BENELUX und Deutschland bestehende Flugverkehrskontrollzentrale in Maastricht. Rechtsgrundlage sei das 1997 zwischen der Eurocontrol und den CEATS-Mitgliedstaaten abgeschlossenes Abkommen mit dem die Zuständigkeit für die Luftraumkontrolle auf die Eurocontrol übertragen wurde. "Mit diesem Abkommen wird Wien zur Drehscheibe des internationalen Flugverkehrs für die Staaten Süd- und Osteuropas. Für die unmittelbar bevorstehende Erweiterung der Union erhält Österreich damit auch einen wichtigen Standortvorteil, der in den schwierigen Zeiten für die europäischen Luftlinien positive Auswirkungen auf die heimische Luftfahrt haben wird", schloss der Staatssekretär.

Rückfragen & Kontakt:

Staatssekretariat im BM für Verkehr,
Innovationen und Technologie
Mag. Christian Dolezal
Pressesprecher
Tel. +43 (01) 711 62/8803

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SVT0001