Glawischnig: Moraks Selbstzufriedenheit über geringeres Kunstbudget ist ein Rätsel

Kunstförderung verkommt zu Mängelverwaltung

OTS (Wien) - Nach den Beratungen über das Kunstbudget 2003 und 2004 zeigt sich die Kultursprecherin und stv. Klubobfrau der Grünen, Eva Glawischnig, mehr als unzufrieden und kritisiert Kunststaatssekretär Morak: "Wie Herr Morak über ein niedrigeres Kunstbudget als im Vorjahr sich derartig selbstzufrieden zeigen kann , ist mir gelinde gesagt ein Rätsel. Kunstförderung verkommt unter Morak zur reinen Mängelverwaltung."

Im Kunstbudget sind dramatische Kürzungen ausgewiesen. Im Bereich Bildende Kunst werden 6,7 Prozent im vergleich zum letzten Budget gestrichen und in den Bereichen Musik und Darstellende Kunst je 8,8 Prozent. Das Budget der Bundestheater wird auf gleichem Niveau eingefroren und nicht erhöht.

Dem gegenüber steht eine Erhöhung der Mittel für den Film, was sich in der Errichtung eines neuen Fernsehfilmförderungfonds in der Höhe von sieben Mio. Euro niederschlägt. "Ich befürchte jedoch, dass bereits bestehende Strukturen wie das Österreichische Filminstitut durch die Neueinrichtung dieses Fonds sukzessive zerschlagen werden sollen. Überdies ist zu erwarten, dass der neue TV-Filmfonds sich auf ausschließlich kommerzielle TV-Serienproduktionen widmen wird", ergänzt Glawischnig ihre Kritik.

"Moraks Kultur- und Kunstpolitik ist zusehends die Politik eines gekränkten und frustrierten Gesprächsverweigerers. Seine Entscheidungen lassen überdies - wie zahllose Beispiele belegen -keinerlei inhaltliche Kriterien erkennen", so Glawischnig abschließend.

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