Jugend und Alkohol: ÖVP und FPÖ sollen Farbe bekennen!

Landesrat Ackerl drängt beim Jugendschutzgesetz erneut auf strengere Strafbestimmungen für Erwachsene

Linz (OTS) - Die Statistik über die rechtskräftig verhängten Verwaltungsstrafen nach dem Oö.Jugendschutzgesetz im Jahr 2002 liegt nun vor. Laut Statistik wurde 978-mal eine Folge bzw. Strafe für Jugendliche wegen einer Übertretung des Jugendschutzgesetzes verhängt. 286 Jugendliche wurden von der Behörde zu einer Aussprache in die Jugendberatung geschickt. 47 Jugendliche erbrachten auf freiwilliger Basis soziale Leistungen. 190 Ermahnungen wurden von der Behörde ausgesprochen und 81 Geldstrafen verhängt. Weiters wurden neben den Geldstrafen nach dem Jugendschutzgesetz auch noch 374 Organstrafmandate erteilt. Da das neue Jugendschutzgesetz erst mit 1. Oktober 2001 in Kraft getreten ist, sind Vergleiche zum Vorjahr schwierig. Eine positive Entwicklung lässt sich aber dennoch ablesen:
Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2001 - also in 3 Monaten - wurden 40 Aussprachen bei der Jugendberatung angeordnet. Eine Hochrechnung auf das ganze Jahr ergibt, dass mit den 286 Beratungen im Jahr 2002 eine wesentliche Steigerung erreicht werden konnte.

"Auch wenn meiner Meinung nach die Anzahl der Geldstrafen im Vergleich zu den Jugendberatungen immer noch zu hoch ist, freue ich mich über die positive Entwicklung bei den Jugendberatungen! Ich wollte mit dem neuen Jugendschutzgesetz aber auch die Verantwortung der Erwachsenen einfordern und vor allem Gewerbetreibende an das Jugendschutzgesetz binden. Nach den vorliegenden Zahlen gibt es hier allerdings noch Nachholbedarf", so der für Jugendschutz zuständige Landesrat Josef Ackerl.

2002 verhängte die Behörde laut Statistik 272-mal Folgen für Erwachsene, die bei der Übertretung des Jugendschutzgesetzes ertappt wurden. 71 Geldstrafen und 201 Ermahnungen wurden im letzten Jahr verhängt bzw. ausgesprochen.

"Bei Beschluss des Jugendschutzgesetzes im OÖ Landtag war es leider nicht möglich, eine Mehrheit für strengere Strafbestimmungen für Erwachsenen - vor allem für Gewerbetreibende - zu bekommen. Vor allem die ÖVP und FPÖ wehrten sich gegen strengere Strafbestimmungen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die jetzige Regelung in diesem Bereich zu wenig restriktiv ist. Es ist unsere Verantwortung als Erwachsene, dem Problem "Jugendliche und Alkohol" entschieden entgegenzutreten. Ich bin jederzeit bereit, diese Bestimmungen für Gewerbetreibende in einer Novelle zu ändern!" fordert Landesrat Josef Ackerl seine Regierungskollegen auf, beim Thema "Jugend und Alkohol" endlich Farbe zu bekennen.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001