Strandbad Gänsehäufel - größte Sanierung in der Geschichte

Wien (OTS) - In einem der beliebtesten Wiener Sommerbäder, dem Gänsehäufel, konnte der 2. Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten abgeschlossen werden. Die größte Sanierung in der Geschichte der Wiener Sommerbäder hat ein Bauvolumen in der Höhe von EUR 8,2 Mio.. Für die zuständige Vizebürgermeisterin Grete Laska waren die Einhaltung der strengen Auflagen des Bundesdenkmalamtes, das Gänsehäufel ist seit 1993 denkmalgeschützt, sehr wichtig. "Das Gänsehäufel ist ein richtiges Juwel in der Freizeitlandschaft der WienerInnen, die Sanierungen waren für die Werterhaltung des Bades dringend notwendig. Mich freut nicht nur der frische Glanz und die vielen Neuerungen für die BesucherInnen, sondern auch reibungslose Ablauf der Bauarbeiten", betont die Bäderstadträtin am Mittwoch im Rahmen eines Mediengespräches.

Automatische Sonnensegelanlagen

Nachdem bereits die Gebäudesanierung der Kabinenblöcke A - F sowie der außerhalb des Badegeländes gelegenen Betriebsgebäude durchgeführt wurde, konnten in diesem Winter folgende Arbeiten beendet werden:

Gebäudesanierung der Kästchenblöcke K und L, des Tennisplatzgebäudes sowie der Strandkabinen, Turmkabinen und des Buffets am Weststrand und die Erneuerung der Natursteinpflasterung am Hauptplatz. Im FKK-Gelände wurden 400 neuen Bettenboxen errichtet. Für die kleinsten BesucherInnen dürfte die originalgetreue Wiederherstellung des Kasperltheaters, nach Detailplänen aus den 50er Jahren, zu einem Fixpunkt des Badetages werden. Ein technisches Highlight ist die Montage der automatisch, nach Sonnenstand und Windstärke, gesteuerten Sonnensegelanlagen am Weststrand, Südstrand und im FKK-Gelände. Die Wiederherstellung der Originalbeleuchtung in den Kabinen- und Kästchenblöcken mit zeitgemäßen mit Energiesparlampen und die Erneuerung des kompletten Geländeranstrichs, runden die Arbeiten ab.****

3. Bauabschnitt ab Herbst

Für den kommenden Herbst und Winter sind noch folgende Arbeiten vorgesehen: Die Sanierung von Wasserturm, Uhrturm, Gesundheitsstützpunkt, der Buffets im Zentrum und beim Wellenbecken sowie der WC- und Duschgebäude im FKK-Gelände. Es erfolgt auch eine Erneuerung der Natursteinplatten auf den Hauptwegen, der Solaranlagen bei den Turmkabinen und Sanitärinstallationen bei den Dusch- und WC-Gebäuden am Weststrand.

"Gänsehäufel" Zahlen & Fakten

o Gesamtfläche: 330.000 m2
o Strandlänge: 1.000 m
o Bäume: 3.500
o Beckenanlagen: 5 (Wellen-, Schwimmer-, Familien-, Spiel- und Babybecken)
o Gesamtbeckengröße: 2.015 m2
o Badgäste an Spitzentagen: 21.000
o Badegäste pro Saison im Mittel: 500.000
o Nutzwasserleitung: 4.145 m
o Trinkwasserleitung: 5.382 m
o Kanalleitung: 3.555 m
o Sonnenkollektorfläche: 1.980 m2

Das Gänsehäufel biete seinen Gästen auch noch zahlreiche Zusatzeinrichtungen wie z.B. eine 45m Wasserrutsche, Wasserspielgarten, Fußball-, Basketball-, Beach-, und Volleyballplätze, diverse Spiel- und Turngeräte, Fitness-Station, Freiluft-Schach, Freiluft-Mühle, das beliebte FKK-Gelände und eine (gebührenpflichtige) Blocksauna!

Selbstverständlich wird den BesucherInnen auch eine reichhaltige Gastronomielandschaft geboten. So gibt es Sektstand, Milchbar, ein Buffet im Zentrum, eines beim Wellenbecken und am Weststrand. Auch müssen die Fans der FKK nicht hungern oder dürsten. Im Gänsehäufel gibt es auch in diesen Bereich ein Buffet!
Sonstige gewerbliche Angebote runden einen tollen Badetag ab:
Tennisplätze, Badmintonplätze, Tischtennis, Minigolf, Luftburg, Sprungtrampoline, Trafik + Drogerie, Liegestuhlverleih, Massage, Kasperltheater, Internet-Center

Bäder für alle - Europäisches Jahr der Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Das Ausbauprogramm der vergangenen Jahre mit behindertengerechten Einrichtungen wurde im vergangenen Winter intensiv fortgesetzt und es konnten zahlreiche Erleichterungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Betrieb genommen werden.

Im Strandbad Gänsehäufel wurden fünf neue behindertengerechte Sanitärräume sowie 50 neue rollstuhlgerechte Großkabinen im Kabinenblock E errichtet, die zum Normalpreis benützt werden können. Weiters steht ein eigener Bereich für Rollstuhlfahrer am Weststrand mit einer Rampe in die Alte Donau zur Verfügung. Im Schwimmbeckenbereich ist ebenfalls eine Rampe sowie ein Beckenlift vorhanden.

Das Höpflerbad wurde vollbehindertengerecht mit Plateauaufzug zur Überwindung der Stufen, Beckenlift, Umkleiden, Duschen und WC ausgestattet.

Neue Erleichterungen bietet auch das Ottakringer Bad. Zum Hallenbad führt eine neue Rollstuhlrampe und im Sommerbad erleichtern zwei neue Rampen die Überwindung des Höhenunterschiedes. Eine Detailaufstellung mit allen behindertengerechten Einrichtungen ist in der Beilage ersichtlich.

Weitere Highlights der Wiener Sommerbäder

o Eltern-Kind-Bereiche

Neu 2003 sind auch so genannte Eltern-Kind-Bereiche, die durch einen Holzzaun abgetrennt und mit Schaukel- und Klettertieren, Fallschutz und einem sonnengeschützten Pavillon ausgestattet sind. Diese befinden sich in den Sommerbädern: Strandbad Alte Donau, Strandbad Angelibad, Sommerbad Hadersdorf-Weidlingau und Krapfenwaldlbad.

o Kinderfreibäder

Die Kinderfreibäder heißen jetzt Familienbäder weil in nunmehr jedem dieser Bäder auch erwachsene Begleitpersonen Zutritt haben. Die Familienbäder haben aufgrund des regen Zuspruches auch heuer wieder von 31. Mai bis 31. August täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

o Animation

Ein Animationsteam sorgt auch heuer wieder während der Sommerschulferien sowie an den Juniwochenenden für Spaß und Sport bei allen Altersgruppen.

Unter dem Titel "Beach-Animation" Ó wird in den Sommerbädern Laaerbergbad, Simmering, Strandbad Gänsehäufel und Strandbad Alte Donau mit Unterstützung von Eskimo ein umfangreiches Animationsprogramm angeboten. Auch im Kongressbad und im Schafbergbad findet eine Bäderanimation statt und in einigen Familienbädern wird abwechselnd ein Kinderclub angeboten.

o Poolgymnastik

Auch die Fans der Poolgymnastik in den Hallenbädern kommen auch in der Freiluftsaison wieder auf ihre Rechnung. Die beliebte Aktion wird in den Hallenbädern Amalienbad, Jörgerbad und Floridsdorf auch von Mai bis September (ausgenommen an Feiertagen und während der Betriebssperren) zu den gewohnten Terminen durchgeführt. Zusätzliche Zeiten werden auch in den Sommerbädern Hietzing, Ottakring und Großfeldsiedlung angeboten.

o Defibrillatoren

Viel wurde auch in die Sicherheit investiert: In jedem Bad steht ab Mai ein Defibrillator zur Verfügung, der zur Erstversorgung bei Atem-Kreislauf-Stillstand angewendet wird und die Überlebenschancen bis zum Eintreffen des Notarztes erheblich verbessert.

o Bäderbus

Auch in der heurigen Saison wird wieder der beliebte Bäderbus-Shuttleservice vom 31. Mai bis zum 31. August angeboten. Dafür verkehrt die Linie von der U1-Station Kaisermühlen zum Strandbad Gänsehäufel nunmehr täglich (bei Schönwetter) von Badebeginn bis Betriebsschluss alle 10 Minuten. Die Linie von der U1-Station Alte Donau bzw. der U6-Station Neue Donau zu den Strandbädern Angelibad und Alte Donau verkehrt im 20-Minuten-Takt an Samstagen, Sonn- und Feiertagen (ebenfalls bei Schönwetter) von 7.45 bis 9.45 Uhr sowie von 18.00 bis 20.00 Uhr. Die Linie zum Krapfenwaldlbad musste aus verkehrstechnischen Gründen und mangels Zuspruchs eingestellt werden.

Die Bereitstellung von Shuttle-Bussen zu den Wiener Strandbädern ist auch als Beitrag zum Klimaschutzprogramm der Stadt Wien zu sehen. Der gesamte Verkehrssektor hat heute einen Anteil von 22% an den Kohlendioxid (CO2) - Emissionen in Österreich und ist damit der größte Einzelverursacher dieses Treibhausgases. Um die Treibhausgase in Wien bis 2010 entscheidend zu senken, wurde das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien - KliP Wien - ausgearbeitet. Dieses beinhaltet Maßnahmenprogramme zur Reduktion von Treibhausgasen in verschiedenen Handlungsfeldern, so auch im Bereich der Mobilität. Hier ist die Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf umweltfreundliche Mobilitätsformen, wie z. B. die Öffentlichen Verkehrsmittel von großer Bedeutung.

Infos

Die 17 städt. Sommerbäder sind heuer einheitlich bis Sonntag, den 14. September, geöffnet. Täglicher Badebetrieb ist an Werktagen ab 9 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 8 Uhr. Eine vorzeitige Sperre bei Schlechtwetter ist ab 15 Uhr möglich (Gänsehäufel ab 17 Uhr). Alle weiteren Details findet man im Internet unter http://www.wien.at/baeder/ oder unter der Bäder-Info-Nummer 60112/8044. (Schluss) mw

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