Konecny: "Schüssels Wortwahl gegenüber der Israelitischen Kultusgemeinde ist inakzeptabel"

Konecny fordert Stellungnahme Schüssels

Wien (SK) "Es ist mehr als ein unmöglicher verbaler Ausrutscher, wenn der österreichische Bundeskanzler auf antisemitische Stereotype zurückgreift. Wenn Schüssel dem Hilferuf der Israelitischen Kultusgemeinde nach finanzieller Absicherung ihrer Existenz mit dem Ausspruch entgegnet, er werde 'abgetakelte Mossad-Agenten' nicht subventionieren, muss diese grobschlächtige Zurückweisung auch in ihrer vollen antisemitischen Grundhaltung eingeschätzt werden", betonte der Fraktionsvorsitzende der SPÖ-Bundesratsfraktion Albrecht K. Konecny Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Schüssel habe sich wiederholt als verbaler Rabauke geriert und sei immer weit über die Grenzen des guten Geschmacks und des Anstandes gegangen. Die Frage, ob eine derartige "brutale, menschenverachtende und präpotente Sprachwahl", die sich immer wieder mit "unverhohlener Ausländerfeindlichkeit und nun auch antisemitischen Stereotypen" paare, akzeptabel sei, müsse wohl mit einem klaren Nein beantwortet werden.

Wer den Präsidenten der Deutschen Bundesbank als "richtige Sau" bezeichnet, den ugandischen Außenminister und andere Minister aus Entwicklungsstaaten "Bloßfüßige" nennt und den weißrussischen Präsidenten als "Kümmeltürk" tituliert, bekunde eine Geisteshaltung, die "jenseits von gutem Ton oder einer akzeptablen Grundhaltung des Miteinander ist."

"Schüssels Präpotenz und Menschenverachtung dokumentiert sich in vielfältiger Hinsicht. Sein Umgang mit Menschen ist inakzeptabel", betonte Konecny, der Schüssel aufforderte, "eine einmal nicht schnoddrige, sondern klärende Stellungnahme zu den Vorwürfen abzugeben". (Schluss) ml/mm

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