Mailath-Pokorny eröffnet "quasi una fantasia"

Laufende Festwochenausstellung im Jüdischen Museum Wien

Wien (OTS) - "Die Ausstellung 'quasi una fantasia. Juden und die Musikstadt Wien' nimmt sich eines Themenkreises an, der bis dato nicht gerade im Mittelpunkt der historischen Aufarbeitung der Verbrechen des Dritten Reichs und der Schoa gestanden ist. "Es ist äußerst wichtig, dass angesichts der in der Nachkriegszeit im Musikbetrieb sehr lange vorherrschenden Verdrängung, gerade in diesem Bereich intensiv die Aufarbeitung der Geschichte fortgesetzt wird", sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny bei der Eröffnung der Ausstellung im Jüdischen Museum am Dienstag.

Die heurige Festwochenausstellung zeigt zum einen wie sehr jüdische Komponisten, Künstler und Mäzene die Entwicklung der Musikkultur und das Image der Musikstadt Wien in den letzten beiden Jahrhunderten geprägt haben. Zum anderen dokumentiert sie die entscheidende Zäsur im Musikleben der Stadt durch den Nationalsozialismus, die in der Vertreibung und Ermordung jüdischer Komponisten, Musiker, Förderer und Musikliebhaber kulminierte und deren Folgen bis zum heutigen Tage die Entwicklung der Musikstadt Wien spürbar sind. "quasi una fantasia" - Juden und die Musikstadt Wien ist bis 21. September 2003 im Jüdischen Museum zu sehen. Das Jüdische Museum Wien (A-1010 Wien, Dorotheergasse 11) ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt: EUR 5/EUR 2,90 ermäßigt. Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und eine kostenlose Führung. Ein umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm zur Ausstellung ist in Vorbereitung (Auskünfte unter Tel.: +43-1-535 04 31-311 bzw. 312).

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