OeNB - Gouverneur Dr. Liebscher eröffnet das neue Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank mit der Ausstellung EURO.FAKTEN

Wien (OTS) - Zur Eröffnung des Geldmuseums der
Oesterreichischen Nationalbank am 13. Mai 2003 stellte
Gouverneur Dr. Klaus Liebscher fest, dass die Bank damit über
ein Instrument verfüge, mit dem sie direkt und auf zeitgemäße
Art die Österreicherinnen und Österreicher sowie das
interessierte ausländische Publikum über alle Aspekte des
Themas Geld informieren kann. Mit dem neuen Geldmuseum vervollständige die OeNB ihr Instrumentarium zur Öffentlichkeitsarbeit, womit sie in verbesserter Weise ihrem Informationsauftrag nachkomme und ihre Bereitschaft
unterstreiche, gesellschaftliche Verantwortung zu tragen.

In diesem Zusammenhang charakterisierte Dr. Liebscher das
neue Geldmuseum als ein sichtbares Zeichen der Öffnung der
OeNB, und zwar nicht nur hinsichtlich der Möglichkeit, das
Gebäude am Otto Wagner Platz zu betreten, sondern auch in
Bezug auf die Thematiken der dort beabsichtigten
Ausstellungen. Die OeNB betrachte das Geldmuseum als einen Ort
der Begegnung zwischen einer in ihren Funktionen abstrakten Institution und der Bevölkerung. Diese zusätzliche Ebene der Kommunikation werde neue, anregende und abwechslungsreiche
Blicke auf die ökonomischen, sozialen und kulturellen
Dimensionen des Geldes, der Währung sowie der Wirtschaft
bieten, diese komplexen Materien greifbar und erlebbar machen
und dabei die geld- und stabilitätspolitischen Botschaften der
OeNB vermitteln.

Somit, so Dr. Liebscher, solle das Geldmuseum auch ein
Wissens- und Kulturbetrieb sein, der das Verhältnis von Geld
und Gesellschaft in einem Dialog mit Wissenschaft und Kunst erkundet, die Spuren des Geldes in der europäischen Kultur-,
Kunst- und Geistesgeschichte verfolgt sowie die
Vielschichtigkeit der Bedeutungen, die dem Thema Geld
zugeschrieben werden, auslotet.

In diesem Zusammenhang bewertete der Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums in Wien, Dr. Wilfried Seipel, in
seinem anlässlich der Eröffnung des Geldmuseums gehaltenen Festvortrags die Rolle der Museen in der heutigen Gesellschaft
und unterstrich deren wichtige Funktion in der Bildungs- und Wissensgesellschaft.

Mit der architektonischen, technischen und programmatischen Neugestaltung des Museums und der Neupositionierung der
Sammlungen schließe das Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank, so Dr. Liebscher, zur heute gültigen Museumsphilosophie auf und gliedere sich in die Reihe jener Zentralbanken ein, die ihre Geldmuseen aktiv zur Kommunikation
mit der Öffentlichkeit nutzen.

Zur Eröffnungsausstellung mit dem Titel EURO.FAKTEN stellte Gouverneur Dr. Liebscher fest, dass der Übergang zum Euro
nicht nur und ausschließlich als eine währungspolitische Veränderung verstanden werden könne. Denn der Euro habe in
Europa auch neue Perspektiven im kulturellen und
gesellschaftlichen Zusammenleben eröffnet.

Die Ausstellung EURO.FAKTEN stelle einen Übergang von der Kampagne zur Einführung des Euro-Bargeldes, die national und international mit mehreren Auszeichnungen bedacht worden sei,
zur neuen Ausstellungsprogrammatik des Geldmuseums dar.
EURO.FAKTEN zeige einen Rückblick auf die wichtigsten
Stationen auf dem langen Weg Europas zum Euro und beleuchte in diesem Zusammenhang die Rolle der OeNB. Sie beschäftige sich
mit historischen Währungsunionen und Integrationsprojekten,
den Grundlagen der europäischen Wirtschafts- und
Währungsunion, mit Fragen der europäischen Integration Österreichs und sie biete die Möglichkeit, auf die Erfahrungen
im Zusammenhang mit der erfolgten Währungsumstellung
einzugehen und einen kurzen Streifzug durch die Welt der Euro-Partner zu absolvieren. Ein begehbarer Tresor und ein Computerterminal, auf dem eine Euro-Zeitreise absolviert
werden kann und Euro-Zeitzeugen von Helmut Schmidt bis Robert Mundell besucht werden können, sollen den Erlebnischarakter
des Museums verstärken.

Bilder zur Ausstellung EURO.FAKTEN finden Sie unter http://www.oenb.at.

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Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (++43-1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at

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