ARBÖ: Hagelschäden am Fahrzeug meist nur durch Kaskoversicherung gedeckt

Wien (OTS) - Die Unwetter, die gestern in Wien und
Niederösterreich niedergegangen sind, haben zu schweren Hagelschauern geführt. Zahlreiche Anrufer erkundigten sich beim ARBÖ, wer für Schäden, die durch Hagel oder herabfallende Äste am Fahrzeug verursacht wurden, aufkommt.

Hagel- oder Sturmschäden werden in den meisten Fällen nur von der Kaskoversicherung gedeckt, wer nur haftpflichtversichert ist, schaut durch die Finger. ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger weist darauf hin, dass es auch bei der Kaskoversicherung auf die genauen Versicherungsbedingungen ankommt: Allgemein gilt: Von einem Sturm spricht man erst ab einer Windgeschwindigkeiten von 60 km/h. In Wien und Niederösterreich wurden am gestrigen Dienstag Sturmböen um die 80km/h gemessen.

Wer nur haftpflichtversichert ist, muss aus der eigenen Tasche zahlen. Denn Schäden durch umfallende Bäume oder herabstürzende Hausteile (Ziegelsteine, Fenster, Dachteile) gelten als durch höhere Gewalt verursacht, egal ob sie parkende, haltende oder fahrende Autos beschädigen. Zurückholen kann man sich die Kosten nur, wenn Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser durch schuldhaftes Verhalten der Besitzer baufällig waren. Das Problem dabei: Die Geschädigten müssen den Nachweis dafür erbringen, dass Wegehalter oder Hausbesitzer säumig waren.

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