Umweltdachverband appelliert: BM Bartenstein muss Österreichische Stromlösung in die Zielgerade führen!

Lostag in Brüssel: Entscheidung über heimische Wasserkraft spitzt sich zu!

Wien (OTS) - Heute Mittwoch ist Lostag für die Zukunft der heimischen Stromversorgung. Die große Frage lautet: Bleibt diese weiterhin in österreichischer Hand oder werden die Türen in Richtung Ausverkauf geöffnet - und damit auch die Diskussionen hinsichtlich des Ausverkaufs der österreichischen Wasserkraft an die großen Atomkonzerne wieder neu belebt?

"Der Ball liegt jetzt bei Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein", sagt Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes. "Als Vertreter und Mehrheitseigentümer der Verbundgesellschaft muss Bartenstein jetzt für alle Beteiligten und die europäische Kommission einen vertretbaren Kompromiss erzielen", so Heilingbrunner.

Stolpersteine aus dem Weg räumen!

Auf dem Weg zur Österreichischen Stromlösung (ÖSL) könnte die Verbundgesellschaft selbst noch zum Stolperstein werden - falls sie bei ihrer 34-prozentigen Beteiligung in der Steiermark (Steweag/Steg) keinen für die EU-Wettbewerbskommission tragfähigen Kompromiss anbietet. Wie der aussehen könnte? "Die Verbundgesellschaft könnte sich für einen gewissen Zeitraum auf die Rolle eines Finanzinvestors zurückziehen - damit würde ihr kein Stein aus der Krone fallen und die Österreichische Stromlösung wäre gesichert", sagt Heilingbrunner und ergänzt "in Hinblick auf deren zentrale Bedeutung und den Zusammenschluss von sechs heimischen EVUs zu einem wettbewerbsfähigen Stromanbieter in Zentraleuropa wohl ein vorstellbarer Kompromiss!"

Fest steht allerdings auch, dass Bartenstein jetzt in letzter Sekunde in Brüssel vor der Kommission jene Steine aus dem Weg räumen muss, die ihm sein Stromregulator Walter Boltz vor die Füße gelegt hat. Denn es war just der heimische Vertreter der Bundesregierung, Walter Boltz, der im öffentlichen Hearing vor der EU-Kommission vorige Woche die EU-Wettbewerbsbehörde in ihrer Fehleinschätzung der Beurteilung des österreichischen Marktes bestärkt hat. "Stromregulator Walter Boltz hat mit seinen Aussagen vor der EU-Kommission Österreich einen Bärendienst erwiesen, die österreichischen Interessen verraten und sogar dem Ausverkauf der österreichischen Wasserkraftressourcen eine gewaltige Rutsche zu legen versucht", wettert Heilingbrunner. Jetzt liegt es am Wirtschaftsminister, die Österreichische Stromlösung ein für alle Mal unter Dach und Fach zu bringen!

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband: Dr. Gerhard Heilingbrunner - Präsident,
Tel. 0664/38 18 462.
Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit,
Tel. 01/40 113-21,
mailt:sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
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