Statt Gehrers Turnunterrichtskürzungen besser Reform der Turnsaalausstattung

Antrag des SPÖ-Klubs zur Turnsaalmodernisierung im oö. Landtag=

Im Gegensatz zu den Unterrichtskürzungen – vor allem auch bei Leibesübungen – durch Bildungsministerin Gehrer macht die oberösterreichische SP-Fraktion in ihrer jüngsten Initiative im oberösterreichischen Landtag konkrete Vorschläge zur Modernisierung der schulischen Sport- und Bewegungsstätten. Klubobmann Dr. Frais:
"Es ist eine wichtige Aufgabe des Schulsports, die Bewegungsfreude der Jugendlichen zu fördern. Deshalb muss das derzeit noch vorherrschende Ausstattungsprinzip von ,Reck und Barren´ überdacht werden. Es gilt sowohl die Erfordernisse von Fun- und Trendsportarten, als auch die Erkenntnisse der modernen Fitnessbewegung in der Turnsaalausstattung mit zu berücksichtigen." Frais schlägt zur Umsetzung des "Turnsaals des 21. Jahrhunderts" ein Schulprojekt vor und lädt Eltern- und Schülervertreter sowie Sportpädagogen ein, dabei mit zu wirken: "Nur ein moderner Turnunterricht, der den Vorstellungen der jungen Generation gerecht wird, kann die Jugendlichen aktivieren und motivieren."
Die Ausstattung der Turnsäle an unseren Schulen ist auf die seinerzeitige Reformbewegung des "Turnvaters" Jahn zurück zu führen und entspricht damit einem Standard, wie er vor rund 200 Jahren entwickelt worden ist. Dieser ist geprägt vom Gedanken der "Körperertüchtigung" und umfasst vor allem die klassischen Turngeräte Reck, Barren, Pferd, Kasten, Leiter, Ringe, Bank und Seil. Frais: "Diese Ausstattung entspricht bei weitem nicht mehr den zeitgemäßen Erfordernissen, wie sie vor allem die moderne Fitnessbewegung und die Heranbildung von Fun-Sportarten mit sich gebracht haben. Die SPÖ ist daher der Auffassung, dass eine Modernisierung der schulischen Sport- und Bewegungsstätten längst überfällig ist."
Eine zeitgemäße Ausstattung von schulischen Sport- und Bewegungsstätten muss auf moderne Entwicklungen in unterschiedlicher Weise Rücksicht nehmen: Moderne Einrichtungen für musikunterstützte, gymnastische Bewegungsformen; Kombinationen von zeitgemäßen Fitnessgeräten – zum Beispiel Hindernisbahnen und Klettergeräte (Boulderwände); leicht zugängliche Außenanlagen zur Ausübung aktueller Sportarten wie zum Beispiel Beach-Volleyball; flexibler geplante Turnsäle, die auch teilbar sind – zum Beispiel in einzelne Gruppen- oder Fitnessräume. Weitere wesentliche Aufgaben des modernen Unterrichts in Sport und Bewegung sind die Verbesserung der körperlichen wie geistigen Motorik und das Erleben von gruppendynamischen Prozessen in Situationen von erhöhter Sozialität. "Wie der Turnsaal des 21. Jahrhunderts im Detail auszusehen hat, soll schließlich von einer Arbeitsgruppe unter Beiziehung von Eltern-und Schülervertretern sowie Sportpädagogen erarbeitet werden. Gemeinsames Ziel ist die Schaffung eines Ortes, an dem Bewegungsfreude und Fitnessprinzip im Interesse der jungen Generation zusammengeführt werden", so Frais.

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