Bau der S 1 wird vorangetrieben

Baueinleitungsfeier für Tunnel Rannersdorf - Verlagerung des Verkehrs auf Hochleistungsstraßen abseits der Wohngebiete

Wien (OTS) - Der Bau der Wiener Südrand Straße, jetzt Wiener Außenring Schnellstraße "S 1" (vormals B 301) wird im wahrsten Sinn vorangetrieben, erfolgte doch am Montag Vormittag die Baueinleitung für den Tunnel Rannersdorf auf Schwechater Gebiet in Gegenwart zahlreicher politischer Entscheidungsträger, an der Spitze der für den Straßenbau zuständige Minister, Dr. Hubert Gorbach, sowie für das Land Wien Stadtrat DI Rudolf Schicker. "Rannersdorf" wird der technisch aufwendigste der 5 Tunnel im Verlauf der insgesamt 16 Kilometer langen Strecke zwischen Vösendorf und Schwechat sein und quert das Schwechattal zwischen Rannersdorf und Zwölfaxing. Das schlägt sich auch in den Kosten für das knapp 1,9 Kilometer lange Objekt, das im Juni 2006 fertig gestellt sein soll, nieder - sie wurden mit 75,0 Millionen Euro (1,032 Milliarden Schilling) präliminiert. Insgesamt werden 25 Prozent der S 1-Trassenlänge in Tunnel verlaufen.

In seiner Festrede erinnerte Wiens Planungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker einleitend an die Planungen der 60er Jahre, als man sich zwar grundsätzlich einig war, dass Wien Autobahnen beziehungsweise Schnellstraßen brauche, aber als noch der Gürtel und die Donaukanallände - heute größtenteils Erholungsbereiche - als solche Verkehrsträger angedacht waren. Der Stadtrat dazu im weiteren: "Man sollte sich dessen bewusst sein, wenn man sagt, der Straßenbau zieht Verkehr an. In der Realität streben wir eine Verlagerung des Verkehrs auf Hochleistungsstraßen abseits der Wohngebiete an, der Schwerverkehr soll an den Siedlungen vorbei in die Industrieareale geführt werden". Es gehe darum, den Verkehr dorthin zu bündeln.

Verkehrsminister Dr. Hubert Gorbach, wies in seiner Festansprache darauf hin, dass eine Umfahrung wie eine "S 1", europäische Dimensionen habe und Konfliktpotential mit sich bringe. Man müsse der Öffentlichkeit klar machen, dass man nicht für die Menschen in dieser Region baue, sondern "für die Menschen, die mobil sein wollen oder müssen", unterstrich der Minister und weiters, "der Bund steht voll hinter Projekten im Raum Wien, wie die S 1". Schon einleitend hatte STRABAG-Vorstandsmitglied DI Roland Jurecka gesagt, es handle sich um eine Streckenführung in einem sensiblen Gebiet, die "einen funktionalen Wettbewerb und eine entsprechende Ingenieurleistung" erfordert habe - nicht zuletzt unter den Gesichtspunkten einer Minimierung der Belastungen der Anrainer und des Grundwassers. ASFINAG-Vorstandsdirektor DI Franz Lückler kam auf die "just 25 Jahre, die seit der Inbetriebnahme des Stücks der Südosttangente zwischen Favoriten und der A 4 vergangen sind", zu sprechen. Man befinde sich heuer in der guten Situation, insgesamt 42 Kilometer neuer Autobahnen dem Verkehr übergeben zu können.

Der Tunnel Rannersdorf wird in offener aber umweltfreundlicher Bauweise - der so genannten "Senkkastenmethode" - errichtet und als wichtiger Beitrag zur Tunnelsicherheit in zwei Röhren mit je zwei Fahrstreifen plus Pannenstreifen, ausgeführt. Mit seiner Länge von 1.880 Metern wird er das längste der Tunnelbauwerke sein. Die erwähnte "Senkkastenmethode" ist durchaus grundwasserschonend, zuerst werden Spundwände errichtet, zwischen denen dann der Erdaushub sowie die Herstellung von Tunnelboden und Tunneldecke vorgenommen werden. (Schluss) pz

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