Van der Bellen: "TU-Studiengebühren-Rückerstattung nicht durchführbar"

Grüner Bundessprecher unterstützt die GRAS im laufenden ÖH-Wahlkampf - "Wählen gehen, vorzugsweise natürlich die GRAS"

Wien (OTS) - Bei der heute Vormittag stattgefundenen aktuellen "Fragestunde" der GRAS-WU (Grüne & Alternative StudentInnen an der WU) nahm der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, zu bildungspolitischen Fragen und ÖH-Wahlkampf 2003 Stellung. Van der Bellen beantwortete außerdem die Fragen der zahlreich erschienen, interessierten StudentInnen. Bezüglich der TU-Studiengebühren-Rückerstattung meinte Van der Bellen, er "halte dieses Versprechen für sehr problematisch". Angesichts laufender Budgetkürzungen im Hochschulbereich sei eine solche Rückzahlung der Studiengebühren "nicht durchführbar". Im Rahmen der GRAS-Aktion gab Van der Bellen eine dringende Empfehlung bezüglich ÖH-Wahlen ab:
"Wählen gehen, vorzugsweise natürlich die GRAS."****

Bezüglich der seit dem Wochenende im Gespräch befindlichen Studiengebühren-Rückerstattung der Technischen Universität Wien (TU Wien), namentlich Rektor Skalicky äußerte sich der Wirtschaftsprofessor ablehnend. Diese sei, angesichts der beschlossenen Budgetkürzungen im Hochschulbereich "nicht durchführbar, die Studienbedingungen werden für die Studierenden schlechter werden". Van der Bellen hält das Konzept der Rückerstattung "für sehr problematisch". Insbesondere an anderen Universitätsstandorten sei so eine Garantie nicht denk- und leistbar.

Die Grünen & Alternativen StudentInnen (GRAS) schlagen in dieselbe Kerbe. "Dieser konzertierte Wahlkampfgag der ÖVP-AG bringt die gesamte Universitätslandschaft ins Schleudern. Andere Unis können sich nämlich die Rückerstattung mit Sicherheit nicht leisten", so Ralph Schallmeiner, Teil des GRAS-Spitzenteams. "Die weiter sinkenden Unibudgets lassen eher eine Erhöhung der Studiengebühren befürchten", erklärt Barbara Wittinger aus dem GRAS-Spitzenteam. Van der Bellen sieht diese Gefahr ebenfalls, auf die Frage eines Studenten, ob mit der Autonomie auch die Höhe der Studiengebühren von den Unis selbst festgelegt werden könnte, antwortete der grüne Bundessprecher: "Das ist derzeit nicht möglich, ist aber seit längerem im Gespräch und käme der ÖVP sehr gelegen."

Van der Bellen betonte, wie wichtig es sei, zu den ÖH-Wahlen zu gehen. Er selbst habe in seiner Studienzeit eine Studierendenvertretung des Cartellverbandes (CV) und des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) miterlebt, "da blieben gesellschaftspolitische Belange unangetastet". Deshalb sei es von enormer Bedeutung, ein Interessenvertretung zu wählen, die in bildungs- und gesellschaftspolitischen Belangen stark auftritt. Van der Bellen gab außerdem eine Wahlempfehlung ab: "Wählen gehen, vorzugsweise natürlich die GRAS." Er lobte die erfolgreiche ÖH-Arbeit der letzten beiden Jahre und äußerte den Wunsch auf Fortsetzung derselben.

Rückfragehinweis:
Michaela Fabian
Pressesprecherin der GRAS
Lindengasse 40, 1070 Wien
Office: 01/521 25-215
Mobile: 0664/43 56 444

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: (++43-1) 40110-6697
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004