VIER PFOTEN: Ja zur Chemikaliensicherheit - Nein zu Tierversuchen

EU-Kommissar Verheugen verspricht: "Ich werde die Petitionen dem zuständigen Kommissar persönlich übergeben".

Wien (OTS) - Aktueller Anlass für die Übergabe von knapp 16.000 Unterschriften von VIER PFOTEN Unterstützern an EU-Kommissar Günter Verheugen ist die Überarbeitung der Chemikalienrichtlinie. Es geht darum, Altstoffe die vor 1981 auf den Markt gekommen sind, nach über 20 Jahren zu überprüfen. "EU-Kommissar Verheugen hat sich kooperativ gezeigt und versprochen, die Petitionen dem für Tierschutz zuständigen EU Kommissar David Byrne persönlich auszuhändigen", zieht VIER PFOTEN Mitarbeiterin Mag. Maria Purzner nach dem Gespräch Bilanz.

Die Wirkung der über 30.000 Chemikalien auf Mensch, Tier und Umwelt sind bisher nicht verifiziert worden. Allerdings lehnt die Tierschutzorganisation im Zusammenhang mit dem so genannten "Unbedenklichkeitstest für Altstoffe" Tierversuche ab. Bis zu 12 Millionen Versuchstiere sind dafür nötig. "Wir fordern von EU-Kommissar Verheugen, aber auch von den zuständigen österreichischen Politikern, dass sie sich auf europäischer Ebene und im eigenen Land für ein striktes Verbot von Tierversuchen einsetzen und sein Wort zu halten. Immerhin hat er im Gespräch mit uns Tierversuche, Massentiertransporte und Massentierhaltung als Grausamkeiten tituliert und uns versprochen, etwas dagegen zu tun. Nun ist er am Zug und kann seinen Worten Taten folgen lassen", so Purzner.

Im Chemikalienweissbuch, dem Vorläufer des Richtlinienentwurfes, wurde ursprünglich festgehalten, dass hauptsächlich "In-Vitro-Methoden" zum Einsatz kommen sollen. Das heißt: Methoden die nicht an Tieren sondern, zum Beispiel, an Zellkulturen angewandt werden. "Das Problem besteht gegenwärtig darin, dass die Erforschung der In-Vitro-Methoden viel zu wenig gefördert und die entsprechende Validierung durch unnötige bürokratisch Hindernisse verzögert wird. Deshalb sterben jährlich rund 10 Millionen Versuchstiere in europäischen Labors". VIER PFOTEN-Labortierleiterin Purzner fordert daher im Namen der Tierschutzorganisation mehr Geld für tierversuchsfreie In-Vitro-Methoden.

Tierversuche sind nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch unsicher. Tiere reagieren auf Teststoffe häufig ganz anders als Menschen, daher können Nebenwirkungen auf die Menschen oft nicht festgestellt bzw. verhindert werden, lautet die Kritik der VIER PFOTEN.

Pressefotos auf Anfrage

Rückfragen & Kontakt:

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Mag. Gina Maria Knotzer
Tel.: (++43-1) 895 02 02 / 66
Handy: 0664/308 63 03
gina.knotzer@vier-pfoten.at
http://www.vier-pfoten.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPF0001