Leitl begrüßt positives EU-Referendum in Litauen

"Wichtige Signalwirkung für die beiden anderen baltischen Staaten und Polen"

Wien (PWK291) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich und gleichzeitig Präsident des europäischen Wirtschaftskammern (Eurochambres), Christoph Leitl, begrüßt in einer ersten Reaktion die positive Volksabstimmung Litauens zum EU-Beitritt: "Litauen hat in wenigen Jahren den Wandel von einer sowjetischen Teilrepublik zu einem gleichberechtigten Partner in der Wertegemeinschaft der Europäischen Union geschafft, wozu ich herzlichst gratuliere." Litauen ist damit nach Malta, Slowenien und Ungarn der vierte Fixstarter im größten Erweiterungsprozess der EU. Für die nächsten Referenden in den beiden anderen baltischen Staaten Lettland und Estland sowie im Nachbarland Polen habe dieses erfreuliche Ergebnis in Litauen starke Signalwirkung, ist Leitl überzeugt.

Der Außenhandel zwischen Österreich und dem zukünftigen Partner in der EU entwickelt sich äußerst positiv. Während die Importe aus der 3,7 Mio Einwohner-Republik 2002 rund 27,6 Mio Euro betrugen ist der österreichische Export um 17,5 % auf 70,7 Mio Euro angewachsen. Dies entspricht etwa 1 % des Gesamtvolumens der Litauischen Importe. Die wesentlichsten Exportprodukte Österreichs sind Maschinen und mechanische Geräte, Fahrzeuge sowie Arzneimittel. Importseitig dominieren vor allem Bekleidung und Zubehör, Tierfutter sowie Kunstgegenstände.

Litauen ist mit einer Fläche von 65.300 km2 das größte Land des Baltikums und ist in dieser Region für die österreichische Wirtschaft ein strategisch wichtiger Partner. Es werden neben Litauisch noch Englisch und Russisch als Geschäftssprache gesprochen, bedeutendste Wirtschaftssektoren sind Industrie und Handel sowie Land- und Forstwirtschaft. Das BIP-Wachstum Litauens wird für 2003 mit 4,5 % prognostiziert, die Inflationsrate mit 1 %.

Die Umstrukturierung der litauischen Wirtschaft bewirkte eine Reduktion des Industrieanteiles am BIP von 35 % im Jahr 1989 auf 24 % im Jahr 2002. Die Nahrungsmittelindustrie, die Textilindustrie, die holzverarbeitende Industrie, der Energiesektor, Chemie und Petrochemie sind die größten Industriesektoren.

Seit Beginn der Reformprozesse hat sich auch die Struktur im Handels-und Dienstleistungssektor gravierend geändert. Mittlerweile ist dieser Bereich die stärkste Wachstumsbranche und erwirtschaftete 2002 bereits 59 % des BIP.

Mit Ende letzten Jahres waren über 90 % aller ehemaligen staatlichen Unternehmen privatisiert. Im Bereich der Landwirtschaft wurden die ehemaligen kollektiven Betriebe in einzelne leistungsfähige landwirtschaftliche Einheiten aufgespalten. (Ne)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Mag. Markus Nepf
Tel.: (++43-1) 50105-4599
Fax: (++43-1) 50105-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006