Gratzer: Regierungs-Zerschlagungspläne der ÖBB gehen unvermindert weiter

Filetierung der ÖBB als einzige Antwort auf die aktuellen verkehrspolitischen Herausforderungen?

St. Pölten, (SPI) - "Die beabsichtigte Filetierung der österreichischen Bundesbahnen in vier Teilbereiche durch die schwarzblaue Bundesregierung wird einzig und allein zum Ausverkauf der Österreichischen Bundesbahnen führen", kritisiert der Amstettner SP-LAbg. Franz Gratzer. Die derzeitigen präsentierten Pläne des für die Zerschlagung der ÖBB verantwortlichen Staatssekretärs Helmut Kukacka garantieren bloß eine Vervielfachung der Aufsichtrats- und Vorstandposten. Durch die Gründung zahlreicher Subgesellschaften werden die Managementkosten explodieren, neue zusätzliche Verwaltungsabläufe geschaffen und die Bürokratie aufgebläht.****

Solange diese "Subgesellschaften" beträchtliche Unternehmensgewinne einfahren werden - das heißt, "solange etwas verkauft werden kann, was einen Wert darstellt", so wie beispielsweise das derzeitige Immobilieneigentum der Österreichischen Bundesbahnen - solange wird sich diese schwarzblaue Bundesregierung für die "Privatisierung" der ÖBB stark machen. "Spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem dann der Schienenverkehr darniederliegt, wird sicherlich wieder die Verantwortung des Staates bzw. der Steuerzahler eingemahnt werden. Beispiele, wie in Großbritannien, wo der Staat die völlig maroden und ehemals privaten Bahngesellschaften wieder übernehmen musste, gibt es zu Genüge", prophezeit Gratzer. In Großbritannien mussten Milliarden an Steuermitteln wieder in die Infrastruktur und das rollende Material gepumpt werden - denn die ehemals privaten Gesellschaften haben weder in die Sicherheit, noch in die Verbesserung des Service investiert. Sie haben nur Gewinne entnommen!

"Dabei wurden wichtigere Reformen im Bereich Schiene dringend anstehen. Anzusprechen ist eine Verbesserung des Service, der Ausbau leistungsfähiger Bahnverbindungen zu unseren Nachbarländern -Stichwort: EU-Erweiterung - sowie die Modernisierung des bestehenden Streckennetzes", regt Gratzer ein rasches Umdenken in der Verkehrspolitik der schwarzblauen Koalition an.
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