"Schönberg, Mahler, Zemlinsky, Schreker" im Schönberg-Center

Vier Große der Zeit in ihren Beziehungen zueinander

Wien (OTS) - "Schönberg, Mahler, Zemlinsky, Schreker": vier Große der Musik der Zeit um 1900 in ihren künstlerischen aber auch privaten Beziehungen zueinander, ein "Avantgardenetz der damaligen zeitgenössischen Kunst", so Dir. Christian Meyer bei der Präsentation am Montag, stellt das Arnold-Schönberg-Center in seiner siebenten Sonderausstellung dar. Die Darstellung der Beziehungen Schönbergs zu den anderen Komponisten in einzelnen Kapiteln, eine umfangreiche Präsentation von Manuskripten, Fotos, Gemälden und Dokumenten wie auch ein Audioguide durch das musikalische Spektrum der Kompositionen ergeben einen aufschlussreichen Einblick in das Leben und die Arbeit der vier Komponisten. Zugleich wird ein Bild der kollegialen und freundschaftlichen Beziehungen gezeichnet, die - bei allen künstlerischen Unterschieden - zwischen diesen wegweisenden Persönlichkeiten der Musik des frühen 20. Jahrhunderts bestand.

Die Ausstellung ist vom 13. Mai bis 14. September, jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,10 Euro, verschiedene Ermäßigungen. Führungstermine für Gruppen: Tel.: 712 18 88-30.****

Gustav Mahler als Ältester war der gemeinsame Bezugspunkt der damaligen jungen, progressiven Komponistengeneration. Seinen Stellenwert zeichnet ein Bild von Arnold Schönberg, eine "Vision", die Gustav Mahler als Heiligen zeichnet, nach. In den Kontakten mit Mahler und untereinander entwickelte sich ein Beziehungsgeflecht, das auch - trotz durchaus kritischer Stellungnahmen zu Werken untereinander - in gegenseitiger Unterstützung seine Ausdruck fand. Bei aller "Kantigkeit" der Meinungen und der Persönlichkeiten zeigt die Ausstellung damit auch die Stabilität der Freundschaft des Quartettes. So ist die Verehrung Schönbergs für Mahler auch an der Genese von Schönbergs berühmtem Mahler-Vortrag abzulesen, ebenso an seinem Engagement zur Gründung eines internationalen Mahler-Bundes. Andererseits setzte sich Franz Schreker, der zu seiner Zeit populärste Komponist des Quartetts, vehement für seine Freunde und Kollegen ein, so etwa als Leiter des Wiener Philharmonischen Chores bei der Erstaufführungen von Schönbergs Chorstück "Friede auf Erden" 1912 und der Uraufführung der "Gurrelieder" 1913. Zahlreiche Originalmanuskripte geben Gelegenheit, in die Zeit und ihre Musik einzutauchen, die Tondokumentation macht sie auch den Ohren zugänglich. Arnold Schönbergs bildnerisches Werk illustriert das Geschehen, gibt eine weitere Möglichkeit der Annäherung an die Persönlichkeiten, denen die Schau gewidmet ist und ihre Zeit.

o Weitere Informationen: Tel.: 712 18 88 Internet: http://www.schoenberg.at/ (Schluss) gab

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