Hugo Portisch über die weltpolitische Lage an der EJA

Zeitgeschichtliche Vorlesung für Journalisten

Wien (OTS) - "Nach dem Irak-Krieg", ist eines der Themen über die der renommierte österreichische Journalist Hugo Portisch am 13. Mai 2003 (10.00 bis 17.00) an der Europäischen Journalismus Akademie am Wiener Universitätscampus sprechen wird.

Portisch ist Beiratsmitglied der EJA und gilt seit Jahren als einer der vielseitigsten Journalisten, Fernsehautoren und Historiker Österreichs. Die Themen "Nach dem Irak-Krieg" und "Europa zwischen alt und neu" sind vor dem Hintergrund der weltpolitischen Geschehnisse vergangener Monate von großer Bedeutung.

Die Europäische Journalismus Akademie setzt damit ihren Erfolgsweg, namhafte Referenten im Rahmen des Masterprogramms "Journalismus und Medienkompetenz" zu gewinnen, weiter fort. Die EJA unterstreicht damit ihren Anspruch, Journalisten mit dem nötigen politischen und philosophischen Reflexionsvermögen auszustatten. "Mehr als bloß Handwerk ist Journalismus nämliche geistige und kulturelle Leistung, so Univ.-Prof. Maximilian Gottschlich, Leiter und Gründer der Europäischen Journalismus Akademie. Portisch, der mit seinem engagierten und vorbildlichen Journalismus die Medienkultur des Landes wesentlich beeinflusste, reiht sich neben Hermann Lübbe, Klaus Harpprecht, Gerhard Weis, Peter Michael Lingens u. v. a in die Riege prominenter Referenten an der EJA ein.

Hugo Portisch wurde 1927 in Bratislava, Slowakei, geboren und begann seine journalistische Laufbahn 1948 bei der "Wiener Zeitung. Nach einem kurzen Ausflug in die Diplomatie, zum österreichischen Informationsdienst in New York, kehrte er 1955 nach Österreich zurück und wurde beim "Kurier" einer der jüngsten Chefredakteure Österreichs.

In den sechziger Jahren initiiert Hugo Portisch in Zusammenarbeit mit parteiunabhängigen Zeitungen das erste Volksbegehren der Zweiten Republik - das Rundfunkvolksbegehren (1964). Als weltpolitischer Kommentator des noch jungen Fernsehens (ORF) wurde er ab 1968 legendär. Portisch ist Autor zahlreicher Bücher und Fernsehdokumentationen, die als unschätzbare zeitgenössische Dokumente gelten, darunter Buch-Welterfolge wie die "So sah ich ..."Serie", "Friede durch Angst" oder "Die deutsche Konfrontation". In den achtziger Jahren galt sein besonderes Engagement der Aufarbeitung der jüngeren österreichischen Geschichte. Gemeinsam mit Sepp Riff gestaltete Portisch die Serien "Österreich I und II, die weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt wurden.

Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime in Europa betraute der ORF Anfang der neunziger Jahre Portisch mit der Aufgabe die Geschichte des Sowjetkommunismus zu rekonstruieren. Die vierteilige Fernsehserie "Hört die Signale" wurde ein weiterer großer Erfolg für Portisch. In den letzten Jahren widmete sich Portisch wieder der Weltpolitik mit dem Schwerpunkt Globalisierung und Europäische Union. Große Beachtung fanden seine Fernsehdokumentationen über China und Brasilien, in denen er sich als einfühlsamer Beobachter von Kultur und Gesellschaft erwies. "Er hat uns gezeigt, dass die Wirklichkeit in Wahrheit nicht schwarz-weiß ist, sondern viele Zwischentöne kennt, würdigte Bundespräsident Thomas Klestil Portischs Verdienste in einer Ansprache zum seinem 75. Geburtstag. Derzeit arbeitet Portisch im Auftrage des ORF an einer neuen Zeitgeschichte-Dokumentation zum 60-Jahr-Jubiläum der Zweiten Republik

An der EJA absolvieren derzeit Studenten aus sieben europäischen Ländern den dreisemestrigen Postgraduate-Lehrgang "Journalismus und Medienkompetenz". Sie erhalten in über 1.100 Stunden Theorie und Praxis eine interdisziplinäre Ausbildung in Print-, Radio-, Fernseh-und Onlinejournalismus. Inhaltliche Studienschwerpunkte sind Europäische Kultur- und Geistesgeschichte, Internationale Politik, Ökonomie, Ökologie. Anmeldungen für den nächsten Postgraduate-Lehrgang im Oktober 2003 sind noch bis Anfang September möglich.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Doris Kreindl
doris.kreindl@eja.at
Tel: 01/4034340
EJA Europäische Journalismus Akademie
Alserstraße 4, Hof 1, A-1090 Wien
Tel: +43 1 40 343 40;
Fax: +43 1 40 343 40-44;
infor@eja.at
http://www.eja.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005