Unterreiner: Sicherheit für Kunstschätze muss gewährleistet sein

Sicherheitspersonal hätte besondere Einweisung erhalten müssen

Wien, 2003-05-12 (fpd) – Die "offensichtlich unprofessionellen Sicherheitsvorkehrungen" für die unersetzbaren Kunstschätze im Kunsthistorischen Museum, kritisierte heute die Kultursprecherin der Wiener FPÖ, LAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner, anlässlich des Raubs der "Saliera" von Benvenuto Cellini am vergangenen Samstag. So hätte das Sicherheitspersonal, an dem man sich jetzt seitens der Museumsdirektion ungerechtfertigt "abputzt", aufgrund der Einrüstung des Museums eine besondere Einweisung erhalten müssen. ****

"Eine der wichtigsten Aufgabe eines Museumsdirektor wäre es, die Sicherheit für die Prunkstücke zu gewährleisten. Es ist eine Schande, wenn Direktor Wilfried Seipel von der Peinlichkeit des Diebstahls mit dem Verweis auf die Versicherung des Kunstwerkes ablenkt. Schließlich war die "Saliera" das Herzstück des Museums, das viele Kunstliebhaber aus aller Welt angelockt hat", kritisierte Unterreiner.

Die FP-Kultursprecherin wies darauf hin, dass der äußerst umtriebige Museumsdirektor in der jüngeren Vergangenheit eher durch Events und Ausstellungsbetrieb aufgefallen sei, anstatt die ureigensten Aufgaben des Museums, nämlich das Sammeln und Bewahren, in den Vordergrund zu stellen. "Man hat es den Räubern absolut zu leicht gemacht, in das Gebäude einzudringen und das Prunkstück zu entwenden. Jeder Private passt auf sein Hab und Gut besser auf. Schließlich handelt es sich bei den Exponaten im kunsthistorischen Museum um das kulturelle Erbe Österreichs", so Unterreiner.

"Der Imageschaden den Österreich aufgrund dieses groben Sicherheitsmangels erleidet, ist bis jetzt noch nicht abschätzbar. Es ist jedenfalls zu befürchten, dass es das Kunsthistorische Museum zukünftig schwieriger haben wird, wertvolle Exponate zur Verfügung gestellt zu bekommen", so Unterreiner abschließend. (Schluss) lb

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