Österreichs Schüler sollen bei PISA-Studie 2003 unter Top 5 aufsteigen

PISA-Veranstaltung in der Wirtschaftskammer Österreich - Wirtschaft schlägt Leistungsstandards nach der 8. Schulstufe und PISA Austria Studie vor

Wien (PWK290) - PISA (Programme for International Student Assessment), das bedeutendste Kooperationsprojekt der OECD-Staaten im Bildungsbereich, bei dem die Kenntnisse und Fähigkeiten von 15-Jährigen erhoben und international verglichen werden, stellte Österreich im Jahr 2000 ein gutes Zeugnis aus. Derzeit läuft die Abtestung PISA 2003 von rund 5.000 Jugendlichen aus etwa 200 Schulen in ganz Österreich. Die Ergebnisse von PISA 2000 (Österreich auf Platz 9 von 32) zeigten Verbesserungspotential auf, das heute, Dienstag, bei einer Veranstaltung für Unternehmer und Lehrer in der Wirtschaftskammer Österreich diskutiert wird. "Ziel bei PISA 2003 ist, in allen 3 Kategorien Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften unter die TOP 5 aufzusteigen", erklärt Michael Landertshammer, Leiter der Bildungspolitischen Abteilung der WKÖ.

Landertshammer weist dabei auf die große Bedeutung von Evaluierung und Qualitätssicherung von Bildung hin. "Die Schüler müssen und wollen optimal auf die Anforderungen des Arbeitslebens vorbereitet werden und die Wirtschaft muss sich auf die Bildung der zukünftigen Arbeitnehmer verlassen können." Deshalb ist es notwendig, dass sich Schulen und Wirtschaft gemeinsam überlegen, was ein Jugendlicher nach 8 Jahren Pflichtschulzeit alles können muss. "Die Einführung von Leistungsstandard in Deutsch, Mathematik (nur Platz 11 bei PISA) und der ersten Fremdsprache nach der 8. Schulstufe wäre dabei ein richtiger Schritt", schlägt Landertshammer vor.

Die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer vorgenommene Einsetzung einer "Zukunftskommission" werde von der WKÖ begrüßt, betont die stv. Generalsekretärin Anna-Maria Hochhauser. "Das Bildungsministerium hat mit dieser Maßnahme gezeigt, dass Bedarf an einer Reform des Schulwesens in Österreich gegeben ist." Die Wirtschaftskammer biete dabei gerne ihre Mitarbeit an, da in diesem Prozess auch insbesondere die Abnehmer des Produktes "Bildung", nämlich die Unternehmer, ihre Erfahrungen, was die Wirtschaft und Gesellschaft brauchen, einbringen können. "Die Nachfrage sollte das Angebot und damit auch die Qualität mitbestimmen und mitgestalten - auch im Bildungsbereich," zeigt sich Hochhauser überzeugt.

Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse der PISA-Studie zeigt sich ein Missverhältnis zwischen Bildungskosten und Bildungsqualität in Österreich. Während Österreichs öffentliche Ausgaben für Bildungseinrichtungen 6 % des BIP ausmachten und damit am höchsten lagen, erreichten die Schülerleistungen bei PISA 2000 nur Platz 9. Finnland hingegen erreichte eine höhere Effizienz: trotz niedriger Ausgaben (5,7 % BIP-Anteil) konnte die beste Bildungsqualität erreicht werden.

PISA ist derzeit einer der wenigen Indikatoren, der die Leistung des österreichischen Bildungssystems überprüft. Aus Sicht der Wirtschaft wäre die Einführung einer "PISA Austria Studie" wichtig und notwendig für die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Qualität des österreichischen Bildungssystems im 3. Jahrtausend. (Ne)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Mag. Markus Nepf
Tel.: (++43-1) 50105-4599
Fax: (++43-1) 50105-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005