Ramharter: Vereinfachung der Lohnverrechnung für KMU

Gerade Klein- und Mittelbetriebe werden durch die Lohnverrechnung über Gebühr strapaziert

(Wien, 12. Mai 2003 / Fachliste der gewerblichen Wirtschaft - RFW) Die Lohnverrechnung in Österreich ist zu einem komplizierten System verkommen, welches von nahezu keinem Unternehmer mehr durchschaut werden kann, kritisiert der freiheitliche Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer, Karl Ramharter. ****

Und weiter, "Allein die Tatsache, daß die Lohnsteuerrichtlinien als "Auslegungsbehelf" zum Einkommensteuergesetz 1.295 Punkte verteilt auf mehreren hundert Seiten umfassen und diese laut Finanzministerium vor allem bei Lohnsteuerprüfungen generell anzuwenden sind, sollte einem zum denken geben. Daß zusätzlich noch Hunderte weitere Bestimmungen zu beachten sind, wie z.B. Urlaubsrecht, Sozialversicherungsrecht, Abfertigungsregelung, kollektivvertragliche Bestimmungen usw., schlägt dem Faß den Boden aus. Wie soll ein Unternehmer, der unter enormen Umsatzdruck steht und dafür seine Zeit verwenden sollte, diesen Verwaltungsdschungel noch bewältigen? Dies alles ist für kleinere und mittlere Betriebe nahezu undurchschaubar und nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten und großem Zeitaufwand zu bewältigen."

Hier will die Fachliste der gewerblichen Wirtschaft nicht länger zuschauen. Daher habe man sich entschlossen, gemeinsam mit den Kollegen aus den anderen Bundesländern, im Wirtschaftsparlament in der Bundeswirtschaftskammer die Reduzierung und die Straffung der rechtlichen Bestimmungen zu fordern. Es muß doch möglich sein, die Bestimmungen in einer klaren und verständlichen Form zu gestalten, so Ramharter, und dies sollte doch auch im Interesse der gesamten Wirtschaft sein.

Das langfristige Ziel der Fachliste sei es jedenfalls, das System der Arbeitnehmerveranlagung gerade für kleine und mittlere Unternehmen mit Blickrichtung "Flat-tax" einzuführen. Das heißt, dass jeder Arbeitnehmer selbst seine Veranlagung beim Finanzamt durchführt und der Arbeitgeber von der Lohnberechnung entlastet wird. Eine Verpflichtung, die im Zeitalter des PC einem Arbeitnehmer durchaus zumutbar ist, so Ramharter abschließend (Schluß)(gr)

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