Die Zukunft des Liesinger Platzes - "Tangentencharme" für ewig?

Grüne fordern ein Gesamtkonzept für das Liesinger Bezirkszentrum

Wien (Grüne) "Die ‚Trägerrakete' Liesinger Brauerei könnte als Chance für die Zukunft des Liesinger Platzes genommen werden", so der Grüne Klubobmann Christoph Chorherr anlässlich eines Pressegespräches im Zusammenhang mit der Zukunft des Liesinger Platzes.

Derzeit steht der überwiegende Teil des öffentlichen Raums dem ruhenden Verkehr unentgeltlich zur Verfügung. Parkende Autos dominieren das Platzbild in der Ebene, graue 70er Jahr Vorstadt-Architektur in der Vertikale. Die Bevölkerung ist seit Jahren mit der Situation unzufrieden. Chorherr: "Statt einem Gesamtkonzept gibt es ein Flickwerk von Einzelprojekten." Drei große Einzelprojekte befinden sich derzeit in Planung bzw. auch schon in Bau: Park+Ride Anlage bei der S-Bahnstation; Zentraler Busbahnbahnhof für innerstädtische und regionale Buslinien; Bebauungsprojekt auf den Brauereigründen von Coop Himmelb(l)au.

Dabei passieren dann auch peinliche Planungsfehler: Für die Abwicklung des erwarteten zusätzlichen Verkehrsaufkommens durch das geplante Bebauungsprojekt auf den Brauereigründen wäre eine zusätzliche Rechtsabbiegespur beim Liesinger Platz notwendig. Dies ist aber nicht möglich, weil genau an dieser Stelle gerade der Aufgang zur Park+Ride-Anlage gebaut wird. "Gebe es eine zusammenhängende, ganzheitliche Planung würden sich solche Fehler vermeiden lassen", so der Grüne Klubobmann.

"Seit Jahren fordern wir ein Gesamtkonzept für Liesing und stoßen damit bei der SPÖ auf taube Ohren. Scheinbar will man nicht aus Fehlern in der Vergangenheit lernen, sondern macht ungeniert weiter wie bisher", ärgert sich Georg Irsa, stv. Klubobmann der Liesinger Grünen.

Bis dato fehlt der politische Wille bei der Rathaus- und Bezirks-SPÖ diese unter breiter und aktiver Einbeziehung der Bevölkerung zu realisieren. "Im Zuge der Neubebauung des Areals der ehemaligen Brauerei Liesing ergibt sich jetzt die einmalige historische Chance, die Sache anzugehen. Stadt und Bezirk müssten Geld in die Hand nehmen und Investor überzeugen, so weit wie möglich mitzumachen," so Christoph Chorherr abschließend.

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