Sonniges Experiment ist gelungen

Sonne produzierte in nur 6,5 Stunden mehr Energie als Wien am 9. Mai verbraucht hat

Wien (OTS) - Ein Experiment der sonnigen Art haben am Freitag, den 9. Mai 2003, die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) und Arsenal Research durchgeführt. Sie wollten beweisen, dass die Sonne an diesem Tag mit mehr Energie auf Wiens Dächer strahlt, als die Stadt und ihre BewohnerInnen an Erdöl und Erdgas verbrauchen können. Das Experiment hat geklappt. Die Sonne hat in nur 6,5 Stunden mehr Energie produziert, als in der Stadt den ganzen Tag lang benötigt wurde.

Die Ergebnisse im Detail: Um 8.30 Uhr haben die Experten mit den Messungen begonnen. Zu diesem Zeitpunkt hat Wien bereits 24 Gigawattstunden Energie verbraucht. Doch Dank wolkenlosem Himmel holte die Sonne schnell auf. Schon um 11 Uhr - der Energieverbrauch der Stadt war mittlerweile auf 35 Gigawattstunden geklettert - hatte die Sonne genauso viel Energie produziert. Um 15 Uhr stand das solare Endergebnis fest: 93 Gigawattstunden Energie hat die Sonne in nur 6,5 Stunden geliefert. Zum Vergleich: Der Energieverbrauch der Stadt betrug an diesem Tag insgesamt 82 Gigawattstunden. Die Sonne hat also in nur wenigen Stunden um 11 Gigawattstunden mehr Energie erzeugt als die Stadt Wien in 24 Stunden verbraucht hat.****

Das riesige Potenzial, das in der Sonnenenergie steckt, will die Stadt Wien in Zukunft besser nutzen. Plus 300.000 m2 Kollektorfläche für thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und die teilsolare Heizung, so lautet das Ziel aus dem KliP-Klimaschutzprogramm bis zum Jahr 2010. Ein Baustein dazu ist das Programm Solarnet II, mit dem die Wiener Umweltschutzabteilung gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft den Einsatz der thermischen Solaranlagen forcieren will. So werden zum Beispiel anhand von Machbarkeitskriterien alle Wohnbauten der Gemeinde Wien auf ihre Eignung für die Errichtung einer Solaranlage untersucht. Eine weitere Voraussetzung, um der Solarenergie in Wien zum Durchbruch zu verhelfen, ist die bessere Ausbildung der Professionisten. Ein spezielles Zertifikat soll deshalb schon bald qualitativ hochstehende Solar-Betriebe auszeichnen. (Schluss) gat

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