Mainoni: Kunstraub: "Seipel muß sich seiner Verantwortung stellen"

Sicherheitsvorkehrungen aller österreichischen Museen müssen unverzüglich überprüft werden

Wien, 2003-05-12 (fpd) - Entsetzt zeigte sich heute FPÖ-Kultursprecher Mag. Eduard Mainoni über den Raub von Benvenuto Cellinis "Saliera" aus dem Kunsthistorischen Museum. "Hier kann man nur von grober Fahrlässigkeit sprechen." ****

Mainoni betonte, daß dies nicht ohne Konsequenzen bleiben dürfe. Vor allem KHM-Direktor Seipel müsse sich seiner Verantwortung stellen. "Das ist schließlich kein kleiner Ladendiebstahl, sondern der größte und dreisteste Kunstraub in der Zweiten Republik." Seipel solle sich ernsthaft fragen, ob er seinem Amt gewachsen sei. "Nur repräsentieren und in den Seitenblicken auftreten ist zuwenig."

Der freiheitliche Kultursprecher forderte außerdem, nunmehr unverzüglich die Sicherheitsvorkehrungen in allen österreichischen Museen zu überprüfen. Das sei unabdingbar. Österreichs Museen würden unwiederbringliche Kunstschätze bergen. Hier gehe es nicht einmal primär um den materiellen, sondern um den ideellen Wert. Die Ausrede von Seipel, daß die "Saliera" ja versichert gewesen sei, bezeichnete Mainoni in diesem Zusammenhang als beschämend. "Wenn Herr Seipel in einem Kunstwerk nur einen pekuniären Wert erkennt, dann war er ohnehin schon immer der falsche Mann an der falschen Stelle." (Schluß)

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