Alkohol am Steuer tötet!

So lautet auch der Slogan des neuen KfV-Folders, der das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer schärfen soll.

Wien (OTS) - Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) appellierte bereits vergangene Woche an die Bevölkerung, den Alkoholkonsum in Verbindung mit dem Lenken eines Fahrzeuges zu überdenken. Ein 17-jähriger L-17-Fahrer mähte zuerst einen Fußgänger und im Anschluss einen Pkw-Fahrer auf seiner Alko-Amok-Fahrt nieder und löschte deren beider Leben aus. Eine Blutuntersuchung bei dem Unglückslenker ergab 1,8 Promille.

Vergangenes Wochenende war zwar kein Todesopfer in Zusammenhang mit Alkohol im Straßenverkehr zu verbuchen, dennoch kam es wieder zu einer wilden Verfolgungsjagd mit einem 20-jährigen alkoholisierten Lenker. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Ein Alkomattest ergab 1,48 Promille Alkohol im Blut.

Mit Hilfe eines neuen Folders will das KfV versuchen das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer erneut zu bilden und zu schärfen. Das Motto lautet "Alkohol am Steuer tötet". Beinhaltet sind Informationen darüber wie viel man beim Autofahren tatsächlich trinken darf, wie Alkohol den Blickwinkel hinter dem Steuer beeinträchtigt und welche Strafen Alkolenkern blühen können.

"Halten Sie sich immer vor Augen: 'Wer fährt, trinkt nicht, wer trinkt, fährt nicht'. Und wenn Ihnen Ihr eigenes Leben nicht wertvoll genug ist, dann denken Sie zumindest an alle anderen Unschuldigen, die durch Ihre Fehler zum Opfer werden können", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).
Statistik steigt

Laut Unfallbilanz 2002 gab es in Österreich 2.736 Alkohol-Unfälle, 3.901 Personen wurden dabei verletzt und 92 getötet. Das bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent bei den Unfällen, um elf Prozent bei den Verletzten und um 35(!) Prozent bei der Anzahl der Getöteten. Bei den alkoholisierten männlichen Lenkern zwischen 18 und 24 Jahren betrug der Anteil an den Alkohol-Unfällen 26 Prozent. Männer nehmen als alkoholisierte Lenker nach wie vor den Spitzenplatz in der Statistik ein.

Big brother should watch you?
"Verschärfte Überwachung ist nicht mit dem gern zitierten 'Big brother is watching you' gleichzusetzen. Das Wissen jederzeit überwacht und gegebenenfalls bestraft zu werden, würde viele Lenker dazu anhalten entweder nicht zu trinken oder nicht zu fahren", hält der KfV-Chef vor Augen. Aber für viele zählt eben nur eins: Wer erwischt wird - zahlt. Ab 1,2 Promille heißt es zudem noch zur Nachschulung. Diese senkt das Rückfallrisiko nachweislich um 50 Prozent. Ab 1,6 Promille ist zusätzlich eine verkehrspsychologische Untersuchung sowie ein Besuch beim Amtsarzt verpflichtend. Eine Verweigerung kommt der Höchststrafe gleich.

Interessierte können den Folder unter 01/71770-233 oder unter pr@kfv.at bestellen.

14 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 7 am Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 10 Pkw-Insassen (davon 8 Lenker), 2 Lkw-Insassen (davon 1 Lenker), 1 Moped-Lenker und 1 Radfahrer ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle musste nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (3), Vorrangverletzung (1), Überholen (1), Übermüdung (2) und technischer Defekt (1)festgestellt werden. Bei 3 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Ein Radfahrer kam durch Fremdverschulden ums Leben. 5 der 11 Unfälle waren Alleinunfälle. 3 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet. Ein Fahrzeuglenker beging Fahrerflucht.
Vom 1. Jänner bis zum 11. Mai dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 247 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende März), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 272 Menschen tödlich.

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Tel.: (01) 717 70 - 225
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