FSG: Die PflichtschullehrerInnen streiken am 13. Mai!

Wir lassen uns durch Gehrer nicht knebeln und einschüchtern

Wien (FSG). Die fortschreitende Isolation der ÖVP in der Pensionsfrage, das Einschwenken des Bundespräsidenten auf ÖGB-Linie und die massive Kritik an den Kürzungen und Fehlentscheidungen im Bildungsbereich lassen Gehrer wie eine Ertrinkende um sich schlagen. In ihrer politischen Not schreckt sie vor nichts mehr zurück. Ein Einschüchterungsbrief, der am Freitag an alle Schulen Österreichs verschickt worden ist, soll die PflichtschullehrerInnen vom Streik am 13. Mai abhalten. Dass sie damit die Menschenrechte, denn dort ist das Streikrecht verankert, mit Füßen tritt, scheint Gehrer egal zu sein.++++

Die PflichtschullehrerInnen Österreichs werden streiken, denn sie kämpfen für ein gerechtes Pensionssystem, welches auch den jungen LehrerInnen eine Chance auf Anstellung gibt. Dadurch ist auch die pädagogisch wertvolle "Durchmischung" zwischen erfahrenen und jungen LehrerInnen gewährleistet. Die vorliegenden Pläne der Regierung führen zu einer Vergreisung in den Lehrerzimmern. 65-jährige Turnlehrer können, bei allem Respekt vor dem Alter, nicht Ziel pädagogischer Entwicklungen sein. Dies kann auch nicht im Interesse der Eltern und SchülerInnen sein. Diese sollten daher die Forderungen der PflichtschullehrerInnen mittragen können.

Wir streiken auch für ein sicheres Pensionssystem, denn das Privatvorsorgemodell ist von der Börsenentwicklung abhängig, damit riskant und nicht für jeden leistbar. Die ÖVP-nahen Privat-Versicherer dürfen sich nicht auf unsere Kosten sanieren!

Die Kürzungen der letzten Jahren im Bildungsbereich, für die Grasser und Gehrer verantwortlich zeichnen, haben die PflichtschullehrerInnen Österreichs mit vermehrtem Einsatz wett gemacht. Und zwar in jener Weise, dass Eltern und Kinder die verschlechterten Rahmenbedingungen für die Schulen Österreichs nur marginal wahr genommen haben.

Jetzt ist Schluss damit und wir kämpfen dafür, dass wir mit unserem Einkommen auch auskommen können und dass Schulen wieder jene Zuwendungen erhalten, um den Spitzenplatz in Europa zu sichern!

Es gilt also: Zurück an den Start, die Alternativen auf den Tisch und dann für eine vernünftige, sozial verträgliche und von der Bevölkerung auch akzeptierte Reform ohne Zeitdruck arbeiten!

FSG, 12. Mai 2003
Nr. 043

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Herbert Modritzky
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