Hoscher: Steuerliche Situation des Tourismus verbessern

Wien (SK) "Die derzeit gute Lage der heimischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wie in jedem anderen Wirtschaftssektor auch hier ständig neue Wege beschritten werden müssen", hielt SPÖ-Abgeordneter Dietmar Hoscher Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Ein möglicher Ansatzpunkt sei dabei die Frage der Besteuerung. "Für viele ist dies noch immer ein Tabuthema", kritisierte Hoscher. Das Augenzwinkern mancher Politiker helfe der Branche strukturell nicht weiter. "Wegschauen hilft ebenso wenig wie die undifferenzierte Haltung: wer es sich nicht leisten könne, solle eben nicht im Tourismus tätig sein", so der Herausgeber und Mitautor des Buches "Herausforderung Tourismus". Gerade die Tatsache, dass der Tourismus derzeit gut laufe, könne die notwendige Diskussion entkrampfen und zu tragfähigen Lösungsvorschlägen führen. ****

Nach neuesten Berechnungen des WIFO auf Basis des Tourismus-Satellitenkontos (TSA) erreichte der Beitrag der Tourismus-und Freizeitwirtschaft unter Einrechnung des Freizeitkonsums der Inländer am Wohnort im Jahr 2002 39,12 Milliarden € oder 18,1 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung. "Angesichts dieser enormen Größenordung erstaunt es umso mehr, dass der Bundesregierung außer der Abschaffung des Tourismusstaatssekretariates nicht viel zu dieser Branche einfällt", hielt Hoscher fest. Wenn man mit der früheren Tourismusstaatssekretärin nicht zufrieden gewesen sei, müsse man nicht gleich "das Kind mit dem Bade ausschütten". Strukturell geplante Vorschläge zur nachhaltigen Festigung der Wettbewerbssituation des heimischen Tourismus, etwa in den Bereichen Kooperationsförderung oder Entwicklung von Zukunftsthemen, seien zu erarbeiten. "Im Zuge der im Raum stehenden 'größten Steuerreform aller Zeiten' darf aber auch die Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit ihren hunderttausenden Beschäftigten nicht vergessen werden. Eine Enquete zum Thema 'Tourismus und Steuern' sollte rasch einberufen werden", schloss Hoscher. (Schluss) ml/mm

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