Baueinleitungsfeier für Tunnel Rannersdorf im Zuge der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße.

Bereits Anfang 2005 Verkehrsfreigabe Umfahrung Schwechat.

Wien (OTS) - In Anwesenheit zahlreicher politischer Prominenz,
allen voran Infrastrukturminister Hubert Gorbach, fand heute die Baueinleitungsfeier für den Tunnel Rannersdorf im Zuge der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße statt. Die S 1 (ehemalige B 301) ist seit Oktober 2001 in Bau. Sie wird nach ihrer Fertigstellung im Frühjahr 2006 den Südraum Wiens deutlich entlasten.

Infrastrukturminister Hubert Gorbach in seiner Festrede: "Diese Verbindung zwischen A 2 und Flughafenautobahn wird in Zukunft die Lebensqualität der Pendler aus dem Raum südlich von Wien deutlich heben. Die Entlastung der Südeinfahrt ist ein längst überfälliger Schritt. Gemeinsam mit den für 2007 geplanten Verkehrsleitsystemen wird es gelingen, die Stausituation zu entschärfen."

Die rd. 16 km lange S 1 zwischen dem Knoten Vösendorf und dem Knoten Schwechat wird im Vollausbau, also vierspurig bzw. in den Tunnelbereichen zweiröhrig errichtet. Die Kilometerkosten von rd. 26 Mio. Euro sind vor allem zurück zu führen auf die umfangreichen Umweltschutzmaßnahmen.

ASFINAG Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler: "Die Finanzierung dieses 420 Mio. Euro teuren Straßenstückes erfolgt zur Gänze aus Maut- und Vignetteneinnahmen. Mit den ab 2004 zusätzlichen Erträgen aus der Lkw-Maut ist auch die Fortführung der S 1 im Sinne eines leistungsfähigen Schnellstraßen-Ringes um Wien gesichert."

Ca. 3,5 km bzw. mehr als 20 % der gesamten Trasse verlaufen "unter Tag" in fünf Tunneln. Der technisch aufwendigste und auch längste im Zuge der S 1 ist der 1,9 km lange Tunnel Rannersdorf. Er quert das Schwechattal zwischen den Anschlussstellen Rannersdorf und Zwölfaxing und wird in offener Bauweise mit der sogenannten "Spundwand-Methode" errichtet. Die auszuhebende Baugrube wird dabei zuerst mit bis zu 15 m tiefen "Spundwänden" abgesichert. Anschließend erfolgen Aushub, Wasserabdichtung und Betonierung des eigentlichen Bauwerks. Nach Fertigstellung des Tunnels Rannersdorf wird die Oberfläche begrünt und als Naherholungsgebiet mit Rad- und Wanderwegen sowie Spielplätzen neu gestaltet.

Die Kosten für den Tunnel Rannersdorf werden sich auf rd. 63 Mio. Euro belaufen. Durch die nun zur Ausführung gelangende "Spundwand-Methode" verkürzt sich die Bauzeit um rd. sechs Monate, was auch für die anrainende Bevölkerung eine Verringerung der Beeinträchtigungen bedeutet.

Geplante Verkehrsfreigaben: Knoten Schwechat Ost - Anschlussstelle Schwechat Süd: Anfang 2005 Anschlussstelle Schwechat Süd - Knoten Vösendorf: Anfang 2006 Gesamtkosten: 420 Mio. Euro (Stand: Mai 2003)

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Mag. Anita Oberholzer,
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