Prammer: Muttertag von brutalen Pensionsplänen der Regierung überschattet

Liste der Verschlechterungen und leeren Versprechen ist lang

Wien (SK) Für SPÖ-Frauenvorsitzende Barbara Prammer ist der heurige Muttertag von den Pensionskürzungsplänen der Regierung überschattet. Mit dem sturen Festhalten Kanzler Schüssels an seinen Pensionsplänen, nach denen laut allen Berechnungen Frauen die Hauptbetroffenen sind, werde seine grundsätzliche Ignoranz gegenüber der Situation von Frauen deutlich. Insgesamt stellte Prammer der Regierung zum Muttertag ein äußerst schlechtes Zeugnis aus. Die Liste der konkreten Verschlechterungen in der Frauenpolitik seit Antritt der schwarz-blauen Regierung sei lang - von der gemeinsamen Obsorge bis hin zur Aushöhlung der Gleichbehandlungsgesetze. Und grundsätzlich gelte, dass alle sozialen Verschlechterungen, die diese Regierung offensichtlich zu ihrem Programm erhoben hat, Frauen aufgrund ihrer ohnehin schlechteren Einkommenssituation besonders treffen, so Prammer am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Besonders betroffen seien Frauen und Mütter auch von der hohen Arbeitslosigkeit. "Frauen sind die ersten, die aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden, wenn sich die Situation verschärft", so Prammer. Die SPÖ begegne dem Versagen der Regierung in der Arbeitsmarktpolitik mit folgenden Forderungen: ein flächendeckendes Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen mit besonderem Augenmerk auf die unter Dreijährigen; ein partnerschaftliches Modell zur Kinderbetreuung mit einem Rechtsanspruch auf Teilkarenz; Ausbau der Berufsorientierung; flächendeckender Ausbau der Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Diese sollen helfen, den Zugang zu besser bezahlten, qualifizierten Berufen zu erleichtern.

Prammer verwies abschließend auf den "Rabenmuttertag", den die SPÖ-Frauen am Mittwoch begehen wird. Die SPÖ-Frauen wollen damit berufstätigen Müttern Kraft und Unterstützung geben und ihnen das schlechte Gewissen nehmen. "Familie und Beruf muss eine Selbstverständlichkeit sein, und zwar nicht nur für Mütter sondern auch für Väter, denn auch sie geraten am Arbeitsplatz unter Druck, wenn sie ihre Familienpflichten ernsthaft wahrnehmen wollen". (Schluss) se

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