AK Wien Vollversammlung fordert Maßnahmen für mehr Wachstum und Beschäftigung (4)

Rekord an Arbeitssuchenden - Österreich beim Beschäftigungswachstum laut EU-Ranking Vorletzter - Regierung soll endlich mehr für Beschäftigung tun

Wien (AK) - Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg suchen so viele Menschen Arbeit wie jetzt, gleichzeitig sinkt die aktive Beschäftigung seit Monaten. Im Ranking der EU-Kommission ist Österreich beim Beschäftigungswachstum Vorletzter. Und die Wirtschaftslage hat sich in den letzten Monaten neuerlich verschlechtert. Die Konjunktur leidet unter der schwachen Einkommensentwicklung der ArbeitnehmerInnen, was Konsumnachfrage und damit Wachstum und Beschäftigung reduziert. Um endlich Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln, fordert die Vollversammlung der Wiener AK:
Mehr Geld für eine aktive Arbeitsmarktpolitik, neue Grenzgängerabkommen erst nach wirksamen Maßnahmen zur Entlastung des Arbeitsmarktes, eine Steuerreform, die Arbeitnehmer wirklich entlastet und für Arbeit sorgt sowie mehr Geld für Straße und Schiene.

Die Vollversammlung der AK Wien befürchtet, dass die private Konsumnachfrage durch die geplante "Pensionssicherungsreform" viel mehr gedämpft wird, als angenommen. Nicht zuletzt leidet die österreichische Konjunktur unter der schwachen Einkommensentwicklung der ArbeitnehmerInnen, was Konsumnachfrage und damit Wachstum und Beschäftigung reduziert. Durch die fortgesetzte Belastungspolitik der Regierung werden die Nettoreallöhne der ArbeitnehmerInnen 2003 weiter sinken, so die AK Vollversammlung.

Eine Konjunkturerholung wird in den neuen Prognosen wiederum auf das nächste Jahr verschoben. Und auch für einen verzögerten Aufschwung gibt es kaum Anzeichen. Die Vollversammlung warnt auf Grund eines angenommenen stärkeren Wachstums in den USA vorauszusetzen, dass auch in Österreich das Wirtschaftswachstum für 2004 steigt.

Die Wiener AK Vollversammlung verlangt daher:
+ Mehr Geld für eine aktive Arbeitsmarktpolitik: Zur Finanzierung des Rechts auf Aus- und Weiterbildung, des Auffangnetzes zur Jugendausbildung ab Herbst sowie der Qualifikationsförderung für ältere Beschäftigte sind zusätzlich mindestens 250 Mio Euro nötig. + Neue Grenzgängerabkommen nach wirksamen Maßnahmen zur Entlastung des Arbeitsmarktes.
+ Eine Steuerreform, die ArbeitnehmerInnen wirklich entlastet und für Arbeit sorgt: Das wäre nicht nur ein Ausgleich für die vergangenen Belastungen, sondern würde durch eine stärkere Inlandsnachfrage die Wirtschaft ankurbeln.
+ Mehr Geld für Straße und Schiene: Baureife Straßen- und Schieneprojekte sollen endlich gebaut werden, so dass die Finanzierung der Schieneninfrastruktur und die jährlichen Investitionen in das Schienennetz gesichert und zentrale Verkehrsprojekte für die EU-Erweiterung endlich angegangen werden. Das schafft und sichert auch Arbeitsplätze.
+ Kontinuierliche Förderung von Forschung & Entwicklung statt einmaliger Geldspritze.
+ Heimische Industriekonzerne stärken, statt abverkaufen.
(Forts.)

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