AK: ÖAAB FORDERT SOZIAL DURCHDACHTES ÖFFNUNGSZEITENGESETZ

(Wien, 9.5.2003) Die Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" in der Wiener Arbeiterkammer forderte in einem Antrag in der heutigen AK-Vollversammlung die Wiener Landesregierung und den Nationalrat nochmals dazu auf, die vorgesehene Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten zu überdenken. Ihrer Auffassung nach besteht eindeutig die Gefahr, dass durch diese Regelungen die Familieninteressen von vielen Beschäftigten im Handel unter die Räder kommen. Die gemeinsam aktiv verbrachte Zeit in der Familie wird dadurch zur Ausnahme werden.****

Die erhofften Gewinnsteigerungen im Handel werden nach Auffassung der Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" in der Wiener Arbeiterkammer ebenfalls ausbleiben. Höhere Einzelhandelsumsätze durch die Liberalisierung sind deshalb alles andere als sicher. Vielmehr ist davon auszugehen, dass es zu einer Verlagerung kommen wird. Und davon wiederum werden weder die Arbeitnehmer noch die Arbeitgeber wirklich profitieren.

Von Seiten der Fraktion wurde auch auf die Probleme von Klein- und Mittelbetriebe hingewiesen. Gerade diese werden unter der Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten leiden. Großkonzerne sind eher in der Lage rund um die Uhr offen zu halten! "Viele kleinere Betriebe werden jedoch mit ihren hunderttausenden Mitarbeitern diesem gesteigerten Wettbewerbsdruck nicht Stand halten können",schloss AK-Vizepräsident Alfred Gajdosik.(Schluss)

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