Schaunig: "ÖVP und FPÖ wollen, dass Frauen mehr arbeiten und noch weniger verdienen"

: Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten wird für Frauen zur nächsten Jobbarriere

Klagenfurt (SP-KTN) - "Zwei Drittel der Kärntner Handelsangestellten sind Frauen, sie wird die von ÖVP und FPÖ forcierte Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten mit voller Härte treffen" kritisierte Frauenreferentin Gabriele Schaunig-Kandut am Freitag in Hinblick auf die Regierungspläne.
Nicht nur, dass die Flexibilisierung der Arbeitszeiten eine völlig flexible Zeitgestaltung durch den Arbeitgeber ermöglicht, auch die Regelung, nach der Mitarbeiter nur jeden zweiten Samstag arbeiten dürfen, ist gestrichen worden. "Damit leistet die Regierung einen weiteren Beitrag zur Belastung der Kärnterinnen", warnte Schaunig.

Für Kärnten seien die Pläne der schwarz-blauen Regierung besonders gefährlich, da für eine Ausweitung die nötigen Rahmenbedingungen wie adäquate Kinderbetreuungsplätze und die entsprechende Nachmittagsbetreuung von 0-14 Jahren völlig auslassen. "Damit stehen vor allem Kärntens Frauen mit einer weiteren Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten erneut und schlimmer denn je im Spannungsfeld der Vereinbarkeit von Beruf und Familie", stellte Schaunig fest und kritisierte, dass Frauenministerin Rauch Kallat und Staatssekretärin Haubner diese Gefahren offenbar weder wahr noch ernst nehmen.

Es sei eine absolute Fehleinschätzung zu glauben die Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten bringe Kärnten mehr Arbeitsplätze. Die letzte Ausweitung der Ladenöffnungszeiten 1997 habe gezeigt, dass diese Maßnahme nur dazu führt, dass Vollzeitarbeitsplätze in Teilzeitarbeitsplätze und so genannte "Macjobs" umgewandelt werden. "Wenn FPÖ und ÖVP immer wieder vorbringen, eine Flexibilisierung würde Arbeitsplätze schaffen, so muss man sagen, dass sie die WählerInnen offensichtlich ebenso zu täuschen versuchen, wie mit ihrer Imagekampagne zur Pensionsreform", kritisierte Schaunig scharf.

Umfragen belegen, dass 80 Prozent der Unternehmen und auch die Mehrheit der Konsumenten mit der derzeitigen Regelung zufrieden sind. "Es zeigt sich einmal mehr, dass FPÖ und ÖVP auch bei der Ausweitung der Ladenöffnungszeiten nur im Interesse der Großkonzerne Politik machen, nicht aber im Interesse der Menschen in Österreich", schloss Schaunig. (Schluss)

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