Acht Jahre Gehrer sind genug!

SP-Klubobmann Dr. Frais: Lehrplannovelle nur Stückwerk, Maturareform fehlt gänzlich=

"Bildungsministerin Gehrer steht heute, acht Jahre nachdem sie ihre Ministertätigkeit aufgenommen hat, vor einem bildungspolitischen Scherbenhaufen. Sie agiert nur mehr auf der Basis von Justamentstandpunkten und es ist, glaube ich, Zeit, dass sie demissioniert." SPÖ-Klubobmann Frais bezieht sich mit seiner neuerlichen Kritik darauf, dass Gehrer am Donnerstag die Verordnung für die konzeptlose Stundenreduktion unterschrieben hat, obwohl sich eine breite Front von Lehrern, Eltern und Schülern gegen diese unsinnige Maßnahme ausgesprochen hatte. "Die Lehrplanreform liegt unterdessen nur als Stückwerk vor, während die Reform der Matura überhaupt gänzlich fehlt."

Gehrer beschimpfe - so Frais - die überwiegend VP-dominierte Schulaufsicht, wenn diese auf die negativen Konsequenzen der Politik der Bildungsministerin - wie die Gefährdung von Schulstandorten -hinweise. "Erster prominentes Opfer dieser Chaos-Politik ist AHS-Gewerk-schaftschef Jantschitsch, der jetzt entnervt resigniert hat."

Gehrers "Verdienste" lassen sich beispielhaft in einigen Punkten darstellen:

  • Schulgeld und Studiengebühren sind eingeführt worden.
  • Sogar das Ausmalen von Klassenräumen müssen jetzt die Eltern teilweise selbst übernehmen.
  • Studenten werden für Lehrveranstaltungen in irgendwelche dislozierten und dafür ungeeignete Gebäude abgeschoben.
  • In ihrer Universitätspolitik sieht sich Gehrer insgesamt

einer
Kritik- und Ablehnungsfront gegenüber.
• Die Verantwortung für die Durchführung der systemlosen Stundenkürzungen hat Gehrer an die Länder und Konferenzzimmer abgeschoben, wo entschieden werden muss, in welchen Fächern die Stunden reduziert werden sollen.

Frais: "Eine weitere Konsequenz dieser Stundenreduktion ist eine stille Erhöhung der Klassenschüler-Höchstzahlen, womit moderne Lehrformen bei mehr Schülern in den Klassen und Gruppen nur mehr schwer anwendbar sein werden. Für die Schüler schließlich bringt es diese Maßnahme mit sich, dass genauso viel Stoff wie bisher in weniger Unterrichtsstunden bewältigt werden muss und damit mehr Hausübungen und - in der Folge - mehr Nachhilfestunden fällig werden. Besonders schlimm ist es, dass Förderstunden, welche vielfach über die Lebensentwicklung der Schüler entscheiden, de facto abgeschafft worden sind."

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