Chemiegewerkschaft: Regierung bleibt unbelehrbar!

Wien (GdC/ÖGB). Was muss eigentlich noch passieren, um Schüssel & Co zur Vernunft zu bringen? Die Sozialpartner - Arbeitnehmer wie Arbeitgeber - sind sich darüber einig, dass die Pensionsreform in dieser Form eine Farce ist, die Oppositionsparteien sind eben dieser Auffassung. Nachdem Schüssel die Präsidenten Verzetnitsch und Leitl abblitzen ließ, hat nun auch Bundespräsident Thomas Klestil an den Regierungschef appelliert, die Entscheidung zu vertagen und mit Gewerkschaft und Wirtschaft in Gespräche einzutreten. Doch auch Klestil scheint an der Sturheit von schwarz-blau zu scheitern!++++

Dazu Wilhelm Beck, Vorsitzender der Chemiegewerkschaft: "Wenn im Bereich des sozialen Friedens mittlerweile bereits beträchtlicher Schaden zu registrieren ist, dann ist dieser eindeutig dem Konto der schwarz-blauen Bundesregierung anzulasten. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass der 'zweite' Mann im Staat, Nationalratspräsident Andreas Khol, der sich immer wieder ein christlich-soziales Mäntelchen umzuhängen versucht, voll hinter den asozialen und menschenverachtenden Plänen der Regierung steht!"

Seinem Populismus treu zu bleiben scheint auch Jörg Haider: Hatte er sich bisher vordergründig der Interessen der Betroffenen angenommen, so erwiesen sich nach der jüngsten FP-Klausur die Blauen wieder als Umfaller-Partei: Wenn man sich an ihre Versprechungen u.a. bezüglich Unfallrenten, Osterweiterung, u.ä.m. und dann an ihr gegenteiliges Stimmverhalten erinnert, so ist dieses wohl nur auf das Bestreben nach Erhalten der eigenen Pfründe zurückzuführen! Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass die Pensions-Initiative des Bärentalers ebenso enden wird wie das freiheitliche Engagement gegen Temelin und die Transitregelungen, seine Aussagen nach der Klausur der Parteispitze gingen eindeutig in diese Richtung…

ÖGB, 9. Mai 2003
Nr. 364

Aufruf zum Demonstrieren gegen's Abkassieren!
Dienstag 13. Mai in Wien, 17 Uhr Abmarsch von Süd- und Westbahnhof, 19 Uhr Kundgebung am Ballhausplatz.

Kämpfen wir gemeinsam gegen Sozialabbau!

Rückfragen & Kontakt:

Chemiegewerkschaft
Walter Zwierschütz
01 / 597 15 01 - 57
0664 / 614 56 20

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0006