Riepl: Unternehmerschulden bei den Krankenkassen steigen

Wien (SK) SPÖ-Abgeordneter Franz Riepl kritisierte am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, dass die Schulden der Unternehmer bei den Gebietskrankenkassen von Jahr zu Jahr höher werden. "Aus einer ganz aktuellen Anfragebeantwortung von Vizekanzler Haupt geht hervor, dass der Gesamtschuldenstand der Arbeitgeber bei den Krankenkassen im Jahr 2002 bereits über 845 Millionen Euro beträgt. Dabei wächst dieser Schuldenberg, der aus nicht abgeführten Krankenkassenbeiträgen besteht, beständig weiter", führte Riepl aus. ****

Im Jahr 2000 habe der Schuldenstand 782 Mio. Euro, also noch 63 Mio. Euro weniger betragen als heute, und die Regierung unternehme nichts gegen diese Entwicklung, so Riepl. "Das besonders Tragische an der Sache ist aber, dass ein guter Teil dieser Schulden, nämlich 381,7 Millionen Euro Arbeitnehmerbeiträge sind, die von den Unternehmern nicht ordnungsgemäß weitergeleitet wurden. Das heißt also den Arbeitnehmern werden ihre Beiträge abgezogen, bei den Krankenkassen kommt das Geld aber nicht an. Das verursacht dann eine Finanzierungssituation, für die dann wieder die Arbeitnehmer gerade stehen sollen, indem sie beim Arzt auch noch einen Selbstbehalt bezahlen. Und dass, obwohl sie ihren Beitrag schon geleistet haben", empörte sich Riepl. (Schluss) ml/mp/mm

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