Niederwieser sieht durch Budget 2003/04 AUS für FH-Entwicklung

Abschaffung der Schulaufsicht - autoritäres Verhalten Gehrers immer bedenklicher

Wien (SK) "Die Fachhochschulentwicklung steht vor dem Aus", zu diesem Schluss kommt SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser nach einer Gegenüberstellung des vorgelegten Budgets 2003/04 mit dem FH-Entwicklungsplan laut Fachhochschulrat. "Auch wenn Finanzminister Grasser in seiner Budgetrede die Fachhochschulen als Schwerpunkt der Hochschulpolitik bezeichnet hat, mit diesem Budget kann es nur zu einem schweren Rückschlag für das unter SPÖ-Regierungen entwickelte Erfolgsmodell der Fachhochschulen kommen", so Niederwieser am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Im Studienjahr 2002/03 ist die Zahl der Studienplätze um nahezu 22 Prozent gestiegen, das Budget dafür aber nur um 12,6 Prozent. Für das Jahr 2003/04 steigt die Zahl der Studienplätze um weitere 18 Prozent, das Budget bleibt aber konstant. "Und ab hier ist der totale Kollaps vorprogrammiert", betont Niederwieser, der die heutigen Befürchtungen von AK-Präsident Herbert Tumpel teilt. Könnten im heurigen Studienjahr bereits rund 1.500 Studienplätze aus dem Budget nicht finanziert werden, seien 2004 knapp 5.500 Plätze vom Budget nicht gedeckt. "Die Regierung verkauft die Leute für dumm, wenn sie angesichts dieser Zahlen mit einem Schwerpunkt 'Bildung' prahlt", so der SPÖ-Bildungssprecher.

Die jüngste Drohung von Bildungsministerin Gehrer, sie wolle die Schulaufsicht abschaffen, sieht Niederwieser als "bedenklich autoritäres Verhalten". "Gehrer ist schon acht Jahre Unterrichtsministerin, da müsste sie eigentlich wissen, dass sie die Schulaufsicht nicht so einfach abschaffen kann, nur weil sie ihr nicht in den Kram passt. Die Schulaufsicht steht im Verfassungsrang", sagt Niederwieser. Zudem sei es nicht Aufgabe der Schulaufsicht, die chaotische Linie des Bildungsministeriums zu verteidigen. Dass Angesichts der Turbulenzen der AHS-Lehrergewerkschafter Jantschitsch das Handtuch geworfen hat, ist für Niederwieser bedauerlich. Jantschitsch sei ein engagierter Interessensvertreter gewesen, mit ihm sei der Falsche zurückgetreten. Grund für das Zerwürfnis sei der rigide Sparkurs im Bildungsbereich, und den habe die Ministerin und die gesamte Bundesregierung zu verantworten, so Niederwieser abschließend. (Schluss) ml/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0005