Studentische Mitsprache massiv bedroht

ProfessorInnenkurie überstimmt im Gründungskonvent ÖH Uni Wien in studentischen Angelegenheiten

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Sitzung des Gründungskonvents der Universität Wien wurde - über die Köpfe der Studierenden hinweg -die neue Senatswahlordnung für die Studierendenkurie beschlossen. Der neue Wahlmodus bringt krasse, undemokratische Verzerrungen in der Stimmengewichtung.

"Diese Wahlordnung ist vollkommen undemokratisch, weil sie dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht. Künftig wird eine Stimme einer Studierenden auf der Juridischen Fakultät nur ein Zwanzigstel einer Studierenden auf der Evangelischen Fakultät wert sein. Große Studienrichtungen wie Publizistik und Psychologie zählen in Zukunft genauso viel wie kleine Studien mit wenig Studierenden", so Werner Hromada, Gründungskonventmitglied für die Studierenden.

"Das ist das Ende der Diskussionskultur an der Uni Wien. Mit dieser Entscheidung setzt sich der Gründungskonvent über einen einstimmigen Beschluss aller Fraktionen der Universitätsvertretung hinweg", kommentiert Iris Hoheneder vom Vorsitz-Team der ÖH Uni Wien. An allen anderen Universitäten werden die StudierendenvertreterInnen in den Senat weiterhin nach dem Hochschülerschaftsgesetz entsandt. So lautet auch eine Empfehlung aus dem Bildungsministerium.

"Mit diesem Beschluss hat der Gründungskonvent demonstriert wie viel im Demokratie wert ist. Nämlich nichts", so Hromada abschließend.

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