Berger: Europa darf Flüchtlingsproblematik nicht auf ärmere Länder abwälzen

Innenminister Strasser unterstützt die falschen Ideen

Wien (SK) "Wenn sich Innenminister Ernst Strasser laut einer APA-Meldung gut vorstellen kann, Ansprüche von Asylwerbern künftig in Einrichtungen außerhalb der EU prüfen zu lassen und damit Interesse an der Initiative Großbritanniens bekundet, so verfolgt er eine höchst problematische Idee." SPÖ-Europaabgeordnete Maria Berger pocht in ihrer Eigenschaft als Mitglied des Ausschusses für Justiz und Inneres auf die Einhaltung der internationalen Verpflichtungen aus der Genfer Konvention durch Österreich. ****

Berger am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Die britischen Pläne und die österreichische Reaktion darauf lassen befürchten, dass die Suche nach einer gemeinsamen europäischen Asyllösung auf die mit Abstand schlechtesten Vorschläge hinaus läuft."

Dabei müsse eigentlich allen klar sein, dass das Problem in dieser Form nicht gelöst werden kann. "Ein Transfer der Flüchtlinge in die Ukraine oder nach Mazedonien, wie dies Tony Blair vorgeschlagen hat, packt die Problematik ja nicht an der Wurzel an, sondern wälzt sie nur auf einige der ärmsten Länder Europas ab!" (Schluss) ml/mp

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