Leichtfried: Keine weitere substantielle und organisatorische Schwächung der Österreichischen Bundesforste

Ausverkauf von Wald und Boden muss gestoppt werden

St. Pölten, (SPI) - "Die seitens der Bundesregierung betriebene substantielle und organisatorische Ausdünnung der Österreichischen Bundesforste schwächt nicht nur das Unternehmen selbst, sondern ist auch eine Gefahr für den Schutz und die Bewahrung unserer Wälder sowie deren wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige Nutzung", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Günter Leichtfried, die seitens der Bundesregierung geplanten Maßnahmen. So sollen von den derzeit rd. 1.300 Beschäftigten der ÖBF rund 25 % oder 400 MitarbeiterInnen abgebaut werden. Statt 25 Forstbetrieben sollen in Zukunft nur mehr 5 bis 10 Betriebe bestehen bleiben, statt 150 Revierleitern nur mehr 100. "Dabei wurde durch das Bundesforstegesetz 1997 bereits von 250 Reviere auf 150 reduziert, die Betriebsleistung damit um 12 % auf 175 Mio. Euro gesteigert", sieht Leichtfried notwendige Strukturmaßnahmen bereits in der Vergangenheit gesetzt.****

Nun muss sich die Bevölkerung ernsthaft Sorgen um die "Zukunft ihres Waldes" machen. Seitens des Finanzministeriums wurde den Österreichischen Bundesforste vorgeschrieben, Wald und Boden im Wert von 140 Mio. Euro zu verkaufen. Weitere riesige und vor allem attraktive Waldgebiete drohen damit aus öffentlichem Eigentum in private Hände zu gelangen. Damit einher geht wohl, wie viele Fälle in der Vergangenheit gezeigt haben, eine Verschlechterung des Zugangs für erholungssuchende Menschen und Wanderer. Die wirtschaftliche Renditen wandern damit nicht mehr ins Budget, sondern auf private Konten - und das für immer. "Die NÖ Sozialdemokraten stellen sich ganz klar gegen diese Fortsetzung des Ausverkaufs und gegen die unternehmerische Zerschlagung der ÖBF. Es darf zu keinen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen kommen, die bewährte Unternehmensstruktur der ÖBF muss erhalten bleiben. Die Betreuung und die Erhaltung unserer Wälder, wo die ÖBF wertvolle Arbeit leisten, muss nicht nur aus ökologischen und Klimaschutzinteressen weiterhin gewährleistet sein. Ein weiterer Ausverkauf unserer Wälder und damit unserer wertvollen Trinkwasserreserven ist strikt zu unterlassen", so Leichtfried abschließend.
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