Haubner: "Faire Geschäftsbedingungen bei Bankomatkarten durchgesetzt"

Banken nach gerichtlicher Klage plötzlich beweglich

"Verzweifelte Kundinnen und Kunden, denen nach dem Diebstahl ihrer Bankomatkarte das Konto bis über den Überziehungsrahmen hinaus leergeräumt wurde, wird es in Zukunft nicht mehr geben" freut sich die für Konsumentenschutz zuständige Staatssekretärin Ursula Haubner über einen gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) erzielten Erfolg.

Im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums klagte der VKI gegen die für Verbraucherinnen und Verbraucher nachteiligen Geschäftsbedingungen für Bankomatkarten. Die Banken lenkten ein bei und nahmen zum Vorteil der Kunden Verbesserungen in drei wesentlichen Punkten vor.

Von zentraler Bedeutung ist die neue Regelung bei Verlust der Karte. Hier haften die Konsumenten - anders als in der Vergangenheit - nur mehr dann für die vor der Sperre der Karte abgehobene Summe, wenn sie dem Täter sorgfaltswidrig den Berechtigungscode zugänglich gemacht haben.
Zudem scheinen in Hinkunft die Bezugslimits, bis zu denen täglich abgehoben werden kann, in Hinkunft auf den Kontoauszügen auf. Damit ist sichergestellt, dass die Konsumenten die Limits kennen. Sind diese zu hoch, können niedrigere vereinbart werden. Einseitige Erhöhungen durch die Banken gehören der Vergangenheit an.

"Auch die Sperrorganisation hat sich für die Kundinnen und Kunden verbessert", zeigt sich Haubner über die Veränderungen zufrieden. Es wird nunmehr eine zentrale telefonische Sperre sowohl bei der Bank, als auch über den Europay-Sperrnotruf 0800/2048800 rund um die Uhr möglich sein. Die Sperre wirkt, spätestens zwei Stunden nach Einlangen. (Schluss)bxf

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