Haubner: Familienleben durch neue Ladenöffnungszeiten nicht gefährden

24. Dezember bleibt unberührt

"Ganz besondere Familienfesttage wie der 24. Dezember dürfen nicht der Liberalisierung geopfert werden", erklärte Familienstaatssekretärin Ursula Haubner anlässlich von der am Dienstag im Ministerrat beschlossenen Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Haubner konnte gegenüber dem Erstentwurf erreichen, dass bei den Öffnungszeiten die Einschränkungen für den 24. und 31. Dezember gewahrt bleiben.

Ausnahmen bei den Öffnungszeiten am 24. und 31. Dezember: am 24.12. (Werktag) von 05.00 bis 14.00 Uhr (Ausnahmen: Verkaufsstellen für Süßwaren und Naturblumen bis 18.00 Uhr; Christtbäume bis 20.00 Uhr), am 31.12. (Werktag): 05.00 bis 17.00 Uhr (Lebensmittel bis 18.00 Uhr, Süßwaren, Naturblumen und Silvesterartikel bis 20.00 Uhr).

Die Bedeutung der Familie steige laut Europäischer Wertestudie steil an: Für 89 % der Österreicher/innen ist die Familie der wichtigste Lebensbereich und führt weit vor der Arbeit (66%), vor Freunden (44%) und Freizeit (39%). "Was den Menschen so wichtig ist, muss bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden", ist für Haubner klar.

Der Sonntag bleibt unantastbar. "Es ist gesellschaftlich außerordentlich wichtig, dass es eine generelle, gemeinsame Arbeitsunterbrechung für alle gibt, um sowohl das Familienleben als auch die religiöse Kultur gestalten zu können", erklärt Haubner.

Die Aufregung der Gewerkschaft über die Aufhebung der gesetzlichen Bestimmung, dass nur jeden zweiten Samstag gearbeitet werden dürfe, könne die Staatssekretärin aber nicht nachvollziehen: "Da eine deckungsgleiche Bestimmung im Kollektivvertrag für Handelsangestellte vorhanden ist, kann die Regelung praktisch nur mit Zustimmung der Gewerkschaft aufgehoben werden." Die Gewerkschaft sei also am Zuge.

Haubner sieht auch Chancen für den Arbeitsmarkt in den neuen Ladenöffnungsmöglichkeiten. "Dazu gehört aber auch, dass die Länder ihre Kinderbetreuungseinrichtungen parallel dazu flexibler gestalten". Als positives Beispiel nennt Haubner das Steiermärkische Kinderbetreuungsgesetz, "denn es sieht bereits flexible Öffnungszeiten bis zu 14 Stunden vor".

Abschließend bekräftigt die Staatssekretärin, dass sie in ihrem Zuständigkeitsbereich gezielt alle Maßnahmen unterstütze, die eine familienfreundliche Arbeitskultur in den Unternehmen umsetzen. Bereits im jetzigen Budgetbegleitgesetz habe sie die finanziellen Mittel dafür vorgesehen. (Schluss) bxf

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