Heller plant aufsehenerregende Rede in Mauthausen

Wien (OTS) - André Heller spricht am kommenden Sonntag über Einladung des Mauthausen Komitees Österreich vor 30.000 Nazi-Opfern und Angehörigen antifaschistischer Vereinigungen aus aller Welt auf dem Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Zuvor eröffnet Innenminister Strasser das neue Besucherzentrum. Wie das Komitee in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe erklärt, habe man seitens des Ministeriums signalisiert, dass man einen anderen Redner vorzöge. Wie Heller in NEWS ankündigt, wird die Rede an politischer Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig lassen: "Es ist eine große Auszeichnung, als erster Künstler nach 1945 von der Opfergemeinschaft eingeladen worden zu sein. Der Appellplatz dieser Todesmaschine - und leider nicht der Stephansdom oder die Basilika von Mariazell - ist der zentrale Ort der Besinnung für unser Land. Ich werde sicher auch gegenüber einem Land deutliche Worte finden, das Politiker für eine Koalition mit den Gesinnungsgenossen der Täter mit einem großen Wahlsieg belohnt. Auf jeden Fall wird es nichts vordergründig Tagespolitisches, sondern der Zeitlosigkeit des Ortes verbunden sein. Ich bin sicher, dass die Führung des ORF jede Möglichkeit nützen wird, um meine Rede nicht vorkommen zu lassen. Ich bin dort seit der Nestroy-Rede persona non grata. Das passt zu dem, wie ich Vorfeldorganisationen dieser Regierung einschätze."

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