Bei Bildung wird weiter gespart

ÖH kritisiert Senkung des Hochschulbudgets - "Falsche Schwerpunktsetzung!"

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) kritisiert die weitere Senkung des Hochschulbudgets um 100 Millionen Euro für 2003. Somit werden die seit 1999 jedes Jahr erfolgten Kürzungen im Universitätsbereich fortgesetzt. Machte das Hochschulbudget 1999 noch 1,22 Prozent des BIP aus, sind es 2003 nur noch knapp 1,10 Prozent. ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz: "Die Schwerpunktsetzung der Bundesregierung ist weder nachhaltig noch zukunftsweisend. Das Heeresbudget wird um 70 Millionen Euro erhöht, das Hochschulbudget sinkt weiter. Bildung ist wohl kaum der richtige Bereich, um den Sparstift anzusetzen."

Dem Finanzminister bescheinigt die ÖH-Vorsitzende in diesem Zusammenhang Zynismus: "In der Budgetrede davon zu sprechen, dass sich ‚das Angebot für Bildung und Ausbildung laufend verbessert' und gleichzeitig seit Jahren einen finanziellen Kahlschlag in der Bildungspolitik durchzuführen, ist blanker Hohn. Minister Grasser sollte wenigstens den Mut aufbringen, in seiner Budgetrede die Wahrheit zu sagen." Für die Zukunft sieht Mautz in diesem Zusammenhang schwarz: "Ich muss dem Finanzminister wohl nicht erklären, dass die Wirtschaftskraft eines Landes maßgeblich von den Bildungschancen der Bevölkerung abhängig ist. Bei den Universitäten -und im übrigen auch bei den Schulen - zu sparen, ist da wohl der falsche Ansatz."

Anita Weinberger, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, weist darüber hinauf darauf hin, dass Studieren in Österreich immer unattraktiver wird: "Nach Studiengebühren, massiven Budgetkürzungen an den Universitäten und zuletzt nach der vorliegenden Pensionsreform, überlegen es sich viele Menschen zweimal, ob sich ein Studium überhaupt noch auszahlt." Weinberger merkt an, dass sich durch die jetzt vorgenommenen weiteren Kürzungen an den Universitäten die Lage für die Studierenden weiter verschlechtern wird: "Schon jetzt müssen Prüfungen und Lehrveranstaltungen aus Geldmangel in Kinosälen stattfinden. Die Uni-Gebäude sind teilweise so baufällig, dass Studierende gefährdet werden, Lehrveranstaltungen sind überfüllt. Hier muss investiert und nicht gekürzt werden."

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