Die Hälfte der Leistungen für 7 % der Menschen

NÖGKK-Hutter "Kranke werden bestraft"

Wien (OTS) - "Im Schatten der Pensionsreform werden gerade die Weichen für dramatische Verschlechterungen im Gesundheitswesen gestellt." Gerhard Hutter, der Obmann der Nö. Gebietskrankenkasse, sieht in den mit dem geplanten Budgetbegleitgesetz einhergehenden Veränderungen keine Gesundheitsreform, sondern eine einseitige Belastung der Kranken. Denn bis 2005 werden 900 Millionen Euro im Gesundheitswesen fehlen. Mehr als zwei Drittel davon müssten - aus derzeitiger Sicht - entweder über Leistungskürzungen eingespart oder über einseitige Belastungen der Kranken eingehoben werden.

Diese einseitige Belastung ist vor allem der Selbstbehalt. Hutter:
"Die Hälfte aller Leistungen werden von 7 Prozent der Menschen benötigt. Die Kranken müssen die Finanzlücke im Gesundheitswesen stopfen!" so Hutter. "Reform heißt für mich eine positive Veränderung - nicht unsolidarisches Abkassieren." Einen Schaden für das Gesundheitswesen sieht Hutter nicht nur darin, dass der freie Zugang zu Gesundheitsleistungen für alle nicht mehr gegeben ist. "Unterm Strich könnte es uns auch teuer zu stehen kommen, wenn die Versicherten sich den vorsorglichen Arztbesuch nicht mehr leisten können oder wollen - dann stehen uns hohe Folgekosten für nicht rechtzeitig behandelte Krankheiten ins Haus."
Und noch ein "technisches" Problem ist für Hutter ungelöst: "Wenn die Kassen tatsächlich selbst die Selbstbehalte kassieren müssen, dann könnten die Verwaltungskosten einen beträchtlichen Teil der Einnahmen auffressen", fürchtet Hutter.

"Für mich steht in unserem Sozialsystem - vor allem im Gesundheitsbereich - der Mensch an erster Stelle. Diese Haltung sollte nicht rein finanziellen Überlegungen geopfert werden!"

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