Gehrer verleiht Ehrenzeichen der Republik Österreich

Wien (OTS) - Bildungsministerin Elisabeth Gehrer überreicht heute Nachmittag im Rahmen eines Festaktes hohe staatliche Auszeichnungen an eine Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihre langjährigen Verdienste um Wissenschaft und Forschung. ****

Das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten O. Univ. Prof. Dkfm. Dr. Josef Mazanec und Em. O. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Gerfried Zeichen.

Univ. Prof. Mazanec ist Ordinarius für Fremdenverkehr an der Wirtschaftsuniversität Wien und zählt zu den herausragenden Experten der Tourismusforschung sowie zu den Pionieren und Grundlagenforschern der praktischen Einsetzbarkeit von Datenanalyseverfahren im Marketing. Auszeichnungswürdige Verdienste hat sich Prof. Mazanec auch durch seinen großen Einsatz für die Forschungsaktivitäten und den Aufbau des Forschungszentrums an der Wirtschaftsuniversität Wien erworben.

Prof. Zeichen wirkte bis zu seiner Emeritierung 2002 als Universitätsprofessor und Institutsvorstand für Flexible Automation an der TU Wien. Seinen wissenschaftlichen Ruf begründete er durch seine langjährige Tätigkeit im Geschäftsbereich Präzisionstechnik bei der Fa. Carl Zeiss, Oberkochen, sowie bei der Steyr-Daimler-Puch AG, wo er an der Entwicklung und Produktion von Allrad-Pkws in Kooperation mit Mercedes, VW und Honda beteiligt war. 1994 gründete Prof. Zeichen die Vereinigung zur Förderung der Produktionstechnologie in Österreich und die ProduktionsforschungsGmbH Profactor, Steyr.

O. Univ. Prof. Mag. Dr. Reinhard Moser wird mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Prof. Moser lehrt Betriebswirtschaftslehre des Außenhandels an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist vor allem in den Bereichen Unternehmensfinanzierung, Außenhandelsfinanzierung, Exportkreditversicherung und Exportförderung wissenschaftlich ausgewiesen. Darüber hinaus zählt er zu den Pionieren der Entwicklung von wissenschaftlichen Beziehungen zu Universitäten und Hochschulen in Zentral- und Osteuropa.

Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse wird an den ehemaligen Geschäftsführer der Austrian Space Agency Prof. Dr. Johannes Ortner sowie an Univ. Prof. i. R. Dr. Wolfgang Seiberl verliehen.

Prof. Ortner hat von 1974 bis 1998 die Österreichische Weltraumagentur aufgebaut und geleitet und damit österreichischen Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen einen Platz in der internationalen Weltraumzusammenarbeit gesichert. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Reputation wurde Prof. Ortner auch in zahlreiche Führungspositionen der internationalen Weltraumforschung berufen, u. a. als Vorsitzender des Weltraumlaboratoriumprogramms der Europäischen Weltraumagentur, Präsident der internationalen Astronautischen Föderation, Vorsitzender der Internationalen Weltraumuniversität, Vizepräsident von EU-RISY und Vorstandsmitglied des Internationalen Weltraumwissenschaftsinstituts sowie des Komitees für Weltraumgeschichte der Europäischen Weltraumagentur.

Univ. Prof. Seiberl lehrte Angewandte Geophysik an der Universität Wien und erwarb sich auszeichnungswürdige Verdienste um die geophysikalische Forschung Österreichs, insbesondere auf dem Gebiet der Aerogeophysik, der Luftfahrzeuggestützten geophysikalischen Messungen. Unter seiner Leitung wurde an der Geologischen Bundesanstalt eine bedeutende geophysikalische Abteilung aufgebaut, an der die Methoden der Aerogeophysikalischen Erkundung auf die in Österreich vorherrschenden Gebirgsregionen adaptiert und verfeinert wurden und wertvolle neue Erkenntnisse über den geologischen Aufbau Östereichs gewonnen werden konnten.

Der aus St. Petersburg stammende Literatur- und Kulturwissenschafter Dr. Gennadi Kagan wird mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst geehrt. Kagan zählt zu den herausragenden literarischen Übersetzern, der in der ehemaligen Sowjetunion gegen größten Widerstand österreichische Literatur von Josef Roth, Franz Werfel und Stefan Zweig ins Russische übersetzt hat. Seit 1992 lebt und arbeitet Gennadi Kagan als engagierter Mittler zwischen russischer und österreichischer Wissenschaft und Kultur in Wien.

Die Urkunde über die Verleihung des Berufstitels "Professor" erhält Senatsrat Dr. Walter Dobner, Leiter des Rechtsbüros des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Neben seiner juristischen beruflichen Tätigkeit sowie als Lehrbeauftragter für Krankenhausmanagement an der Wirtschaftsuniversität Wien hat sich Dobner vor allem auch als Kulturpublizist und Musikkritiker, u. a. für die "Furche", "Presse", "Niederösterreichische Kulturberichte" sowie die "Österreichische Musikzeitschrift" einen Namen gemacht. Für die ORF Landesstudios Wien und NÖ gestaltete er zahlreiche Musikfeuilletons und Opernkonzerte.

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