AK-Dinkhauser: 45 Jahre sind genug!

Nach jüngster Verhandlungsrunde: "Da ist noch viel möglich!"

Innsbruck (OTS) - 45 Arbeitsjahre müssen genug sein! Auf diese einfache Formel bringt AK-Präsident Fritz Dinkhauser eine der Forderungen zur Verbesserung der Pensionsreform nach einer weiteren harten Verhandlungsrunde am gestrigen Tag in Wien. Zumindest bei den härtesten Knackpunkten scheint jetzt nach den jüngsten Gesprächen endlich ein Umdenken stattzufinden, zeigt sich AK-Präsident Fritz Dinkhauser zuversichtlich, am Verhandlungstisch noch weitere Verbesserungen für die Arbeitnehmer zu erreichen: "Da ist noch viel möglich!"

Dinkhauser unterstützt die Protestversammlungen der Gewerkschaft, "die Aufgabe der gesetzlichen Interessenvertretung ist gleichzeitig, das Pensionsunrecht am Verhandlungstisch zu ändern. Die jetzigen Vorschläge sind inakzeptabel."

Der AK-Präsident stellt die Forderungen der gesetzlichen Interessenvertretung der Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ganz klar auf:

+ 45 bzw. 40 Arbeitsjahre sind genug!

Wer als Mann 45 Jahre bzw. als Frau 40 Jahre gearbeitet hat, muss unabhängig vom gesetzlichen Pensionsantrittsalter zu jedem Zeitpunkt mit 80 Prozent in Pension gehen können. Wird freiwillig länger gearbeitet, ist das mit Bonuspunkten zu vergüten, und zwar auch dann, wenn die Pension vor 65 bzw. 60 Jahren angetreten wird.

+ Hacklerregelung nur ohne Abschläge

Die Hacklerregelung ist nur dann akzeptierbar, wenn sie nicht mit deutlichen Abschlägen belastet ist.

+ Härtenbeseitigung für Saisonbeschäftigte

Wenn jemand 35 Beitragsjahre im Bau oder Tourismus erworben hat, soll er mit 45 Versicherungsjahren in Pension gehen können.
In Tirol mit rund 50.000 Saisonbeschäftigten im Tourismus, Bau- und Forstgewerbe ist aufgrund hoher Arbeitslosenzeiten die Hacklerregelung unerreichbar.

+ Sofortige Angleichung der Pensionssysteme

Die AK Tirol verlangt die sofortige Angleichung aller Pensionssysteme bzw. eine genaue zeitliche und inhaltliche Festlegung. Alle bisher erworbenen Ansprüche aus welcher Pensionsart auch immer sollen z.B. bis zum Stichtag 1.1.2004 angerechnet werden, danach gilt ein für alle einheitliches System.

+ Altersteilzeit muss in bisheriger Form bleiben

In der Altersteilzeit fordert die AK Tirol kein Abgehen von der alten Regelung. Die Verpflichtung der Einstellung einer zusätzlichen Arbeitskraft oder eines Arbeitslosen macht die soziale Maßnahme der Altersteilzeit für Unternehmer praktisch nicht durchführbar.

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